Zahnersatz aus dem DentNet

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Zahnersatz

Zahnersatz bezeichnet alle medizinischen Lösungen zum Ersatz verloren gegangener natürlicher Zähne – von herausnehmbaren Prothesen über festsitzende Brücken und Kronen bis hin zu modernen Implantaten. Welche Variante zum Einsatz kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: Anzahl und Lage der fehlenden Zähne, Zustand des restlichen Gebisses sowie den individuellen Bedürfnissen und ästhetischen Ansprüchen der Patientin oder des Patienten. Ziel ist immer ein funktionaler, langlebiger und optisch überzeugender Zahnersatz.

 

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Worauf es bei der Wahl von Zahnersatz ankommt

Die Entscheidung für einen passenden Zahnersatz sollte gut überlegt sein. Dabei spielen mehrere zentrale Faktoren eine Rolle:

  1. Funktionalität: Der Zahnersatz muss die natürliche Kaufunktion zuverlässig wiederherstellen und ein beschwerdefreies Sprechen ermöglichen – ganz wie mit eigenen Beißerchen.
  2. Ästhetik: Eine harmonische Eingliederung ins bestehende Gebiss ist entscheidend. Form, Farbe und Stellung der Ersatzzähne sollten so natürlich wie möglich wirken.
  3. Haltbarkeit: Hochwertiger Zahnersatz zeichnet sich durch Langlebigkeit und Belastbarkeit aus – selbst bei täglicher Beanspruchung durch Kauen und Sprechen.
  4. Biokompatibilität: Die verwendeten Materialien sollten gut verträglich sein und keine allergischen Reaktionen hervorrufen. Gesundes Zahnfleisch und Wohlbefinden stehen im Fokus.

 

Welche Arten von Zahnersatz gibt es?

Grundsätzlich lassen sich drei Hauptformen von Zahnersatz unterscheiden.

Welche Variante in Frage kommt, hängt stets von der individuellen Zahnsituation sowie den persönlichen Bedürfnissen des Patienten ab.

Die drei Hauptformen von Zahnersatz im Überblick:

  1. Festsitzender Zahnersatz
  2. Herausnehmbarer Zahnersatz
  3. Implantatgetragener Zahnersatz

 

Ein Überblick über alle Zahnersatzarten

 

Festsitzender Zahnersatz

Festsitzender Zahnersatz ist eine bewährte Lösung zum Ersatz fehlender oder stark geschädigter Zähne.

Er wird dauerhaft im Mund fixiert – entweder auf den natürlichen Zahn oder auf ein Implantat – und kann vom Patienten nicht selbst entfernt werden.

Diese Versorgungsform steht für Stabilität, hohe Funktionalität und ästhetischen Anspruch. Weitere Infos unter: Zahnersatz festsitzend.

Formen des festsitzenden Zahnersatzes

  1. Kronen – Rettung für stark beschädigte Zähne
    Wann? Bei stark geschädigten, aber noch erhaltbaren Zähnen (z. B. nach Karies oder Wurzelbehandlung).
    Wie? Der Zahn wird präpariert, die Zahnkrone individuell angefertigt und dauerhaft aufgesetzt. Sie schützt den Zahn und stellt Aussehen und Funktion wieder her.
  2. Brücken – zuverlässiger Lückenschluss
    Wann? Bei einem oder mehreren fehlenden Zähnen mit stabilen Nachbarzähnen.
    Wie? Die angrenzenden Zähne werden überkront und tragen die dazwischenliegenden künstlichen Zähne. Die Zahnbrücke ist eine langlebige Lösung, um Zahnlücken optisch wie funktional zu schließen.
  3. Inlays & Onlays – präzise Alternative zur Füllung
    Wann? Bei größeren Schäden an Backenzähnen, die eine normale Zahnfüllung überfordern.
    Wie? Im Labor gefertigte Einlagefüllungen (Inlays) oder Auflagen (Onlays) werden passgenau eingesetzt und bieten eine hochwertige, haltbare Versorgung. Weitere Informationen finden Sie auch unter: Inlay, Onlay, Overlay für Zähne? (Material & Kosten).
  4. Implantatgetragener Zahnersatz – modern und knochenschonend
    Wann? Wenn Zähne fehlen und entweder keine Nachbarzähne vorhanden sind oder diese unversehrt bleiben sollen.
    Wie? Künstliche Zahnwurzeln aus Titan oder Keramik werden in den Kiefer eingesetzt. Darauf lassen sich Kronen, Brücken oder komplexe Versorgungen sicher befestigen. Implantate bieten maximale Stabilität, erhalten die Kieferstruktur und kommen dem natürlichen Zahn am nächsten. Weitere Informationen finden Sie auch unter: Unterschied zwischen Stiftzahn & Implantat.

 

Herausnehmbarer Zahnersatz

Herausnehmbarer Zahnersatz – umgangssprachlich oft als „dritte Zähne“ bezeichnet – ist eine bewährte und flexible Versorgungsform, die Sie selbstständig einsetzen und herausnehmen können, etwa zur Reinigung oder während der Nacht.

Im Gegensatz zu festsitzendem Zahnersatz verbleibt er nicht dauerhaft im Mund und eignet sich besonders bei umfangreichem Zahnverlust oder eingeschränkten anatomischen Voraussetzungen. Mehr erfahren Sie auch unter: Zahnersatz herausnehmbar.

Wann ist herausnehmbarer Zahnersatz sinnvoll?

Diese Versorgungsform wird häufig gewählt, wenn:

  • viele oder alle Zähne in einem Kiefer fehlen,
  • die verbliebenen Zähne zu instabil für festsitzende Lösungen sind,
  • Implantate aufgrund unzureichender Knochensubstanz oder medizinischer Gründe nicht möglich sind,
  • oder wenn eine kostengünstigere Alternative gefragt ist.

 

Formen herausnehmbaren Zahnersatzes:

Teilprothesen – bei noch vorhandenen Restzähnen

Teilprothesen schließen Zahnlücken, wenn noch eigene Zähne im Kiefer vorhanden sind. Sie werden an den verbliebenen Kauwerkzeugen verankert:

  • Modellgussprothese: Robuste Standardlösung mit Metallgerüst und sichtbaren Klammern zur Befestigung – eine Modellgussprothese ist funktional, aber optisch oft auffällig.
  • Teleskopprothese: Hochwertige Variante mit sogenannten Doppelkronen, die präzise passen und ohne sichtbare Klammern auskommen – eine Teleskopprothese ist sehr stabil und ästhetisch.
  • Geschiebeprothese: Die Befestigung erfolgt über feine Steckverbindungen (Geschiebe) zwischen überkronten Beißer und Geschiebeprothese – nahezu unsichtbar.
  • Riegelprothese: Erweiterung der Geschiebeprothese mit zusätzlichem Verriegelungsmechanismus – eine Riegelprothese sorgt für besonders sicheren Halt.

Vollprothesen – bei vollständigem Zahnverlust

  • Wenn keine natürlichen Zähne mehr vorhanden sind, kommen Zahnprothesen wie z.B. eine Vollprothese zum Einsatz:
    • Sie bestehen aus einer zahnfleischfarbenen Kunststoffbasis mit künstlichem Gebiss.
    • Der Halt entsteht durch den Saugeffekt auf der Schleimhaut und die Unterstützung der Muskulatur – im Oberkiefer meist stabiler als im Unterkiefer.
    • Bei Bedarf können Haftmittel für zusätzlichen Halt sorgen.

Implantatgetragene, herausnehmbare Prothesen (Hybridprothesen)

  • Diese kombinieren die Vorteile von Implantaten und herausnehmbarem Zahnersatz:
    • Es werden wenige Implantate (z. B. 2–4 im Unterkiefer) gesetzt, auf denen solche befestigt wird.
    • Verankerungselemente wie Kugelanker, Stege oder Locator-Systeme (wie z.B. Locatorprothesen) sorgen für sicheren Sitz.

Die dritten Zähne bleiben zur Reinigung herausnehmbar, bietet aber deutlich besseren Halt als klassische Vollprothesen – insbesondere beim Kauen oder Sprechen. Tipps für die Pflege der dritten Zähne finden Sie auch unter Prothesenreinigung.

 

Teilprothesen

Teilprothesen zählen zum herausnehmbaren Zahnersatz und kommen zum Einsatz, wenn noch einige natürliche Zähne im Kiefer vorhanden sind.

Sie schließen bestehende Zahnlücken, stellen die Kaufunktion wieder her und verbessern das ästhetische Erscheinungsbild sowie die Sprachbildung.

Im Gegensatz zur Vollprothese, die einen vollständig zahnlosen Kiefer ersetzt, nutzen Teilprothesen die verbliebenen Zähne zur Stabilisierung.

Charakteristische Merkmale von Teilprothesen

  • Herausnehmbar: Die dritten Zähne lassen sich zur Reinigung oder über Nacht einfach und selbstständig herausnehmen.
  • Abstützung an natürlichen Zähnen: Verbleibende Zähne dienen als Haltepunkte und sorgen für sicheren Sitz.
  • Individuelle Materialien: Je nach Variante bestehen Teilprothesen aus Kunststoff, Metall oder Kombinationen daraus – häufig ergänzt durch präzise Verbindungselemente.

 

Arten von Teilprothesen im Überblick

  1. Modellgussprothese (Klammerprothese)
  2. Teleskopprothese (Doppelkronenprothese)
  3. Geschiebeprothese
  4. Riegelprothese

 

Modellgussprothese (Klammerprothese)

Die Modellgussprothese – auch bekannt als Klammerprothese – ist die am weitesten verbreitete und einfachste Form des herausnehmbaren Teilzahnersatzes.

Sie wird eingesetzt, wenn im Kiefer noch eigene Zähne vorhanden sind, aber eine oder mehrere Zahnlücken geschlossen werden müssen.

Aufbau und Funktionsweise einer Modellgussprothese

  • Stabiles Metallgerüst: Das Grundgerüst besteht aus einer widerstandsfähigen Metalllegierung (meist Kobalt-Chrom), die passgenau an den Kiefer angepasst wird. Es verläuft über das Zahnfleisch und liegt teilweise auf den Restzähnen auf.
  • Halteklammern: Charakteristisch sind die sichtbaren Metallklammern, die die Prothese an den verbliebenen Zähnen fixieren. Sie greifen um die Zähne und sorgen so für Halt im Mund.
  • Kunststoffbasis mit Ersatzzähnen: In die zahnfleischfarbene Kunststoffbasis, die auf dem Metallgerüst sitzt, werden künstliche Zähne aus Kunststoff oder Keramik eingearbeitet (siehe auch unter Interimsprothese) – diese ersetzen die fehlenden Zähne funktionell und optisch.

 

Teleskopprothese (Doppelkronenprothese)

Die Teleskopprothese, auch bekannt als Doppelkronenprothese, zählt zu den hochwertigsten Formen des herausnehmbaren Zahnersatzes.

Sie wird eingesetzt, wenn im Kiefer noch einige stabile, eigene Zähne vorhanden sind, die als Pfeiler zur Verankerung der Prothese dienen können. Diese Versorgungsform kombiniert hohen Tragekomfort mit Ästhetik und Funktionalität – und das nahezu ohne sichtbare Halteelemente.

Das Prinzip der Doppelkronentechnik

Die Bezeichnung „Teleskop“ bezieht sich auf die besondere Konstruktion aus zwei exakt aufeinander abgestimmten Kronen:

  • Primärkronen (Innenteleskope): Diese werden auf die präparierten Restzähne fest zementiert. Sie bestehen meist aus Metall oder Zirkonoxid und bilden die innere, festsitzende Komponente. Mehr unter Zirkonkrone.
  • Sekundärkronen (Außenteleskope): Diese sind fest in die herausnehmbare Prothese integriert und gleiten beim Einsetzen passgenau über die Primärkronen. Der Halt entsteht durch präzise Friktion – ganz ohne Klammern oder sichtbare Verankerungen.

 

Geschiebeprothese

Die Geschiebeprothese ist eine besonders hochwertige Form des herausnehmbaren Zahnersatzes, die durch ihre unsichtbare Verankerung überzeugt. Sie eignet sich für Patienten, bei denen noch stabile eigene Zähne vorhanden sind, die als Anker dienen können – und die zugleich großen Wert auf Ästhetik und Tragekomfort legen. Im Gegensatz zu Klammerprothesen (mit sichtbaren Metallbügeln) oder Teleskopprothesen (mit Doppelkronen) erfolgt die Befestigung bei der Geschiebeprothese über präzise gefertigte Verbindungselemente, die vollständig im Inneren der Konstruktion verborgen sind.

Aufbau und Funktionsweise:

  • Unsichtbare Technik mit sicherem Halt.

Die Verankerung basiert auf einem zweiteiligen Stecksystem:

  1. Primärteil (Patrize): Dieses Verbindungselement ist fest in die Kronen auf den Ankerzähnen integriert und wird im Mund zementiert. Es dient als Verbindungselement für den sicheren Halt der später eingesetzten dritten Zähne.
  2. Sekundärteil (Matrize): Der passende Gegenpart ist in den herausnehmbaren Gebiss integriert. Beim Einsetzen gleitet das Sekundärteil präzise in das Primärteil und rastet dort sicher ein – für stabilen und festen Halt.

Der Halt entsteht durch die passgenaue mechanische Verbindung dieser beiden Elemente – komplett ohne sichtbare Klammern.

 

Vollprothesen (Totalprothesen)

Die Vollprothese, umgangssprachlich auch „dritte Zähne“ genannt, ist ein herausnehmbarer Zahnersatz, der dann zum Einsatz kommt, wenn alle natürlichen Zähne in einem Kiefer – entweder im Ober- oder Unterkiefer – fehlen.

Sie ersetzt die gesamte Zahnreihe und stellt die Kaufunktion, Sprachbildung und Ästhetik wieder her.

Aufbau und Funktion von Totalprothesen:

Eine klassische Vollprothese besteht aus zwei Komponenten:

  1. Prothesenbasis: Eine individuell geformte Kunststoffbasis, die auf dem zahnlosen Kieferkamm und der Mundschleimhaut aufliegt. Im Oberkiefer bedeckt sie zusätzlich den Gaumen, was die Stabilität erhöht.
  2. Künstliche Zähne: In die Basis eingearbeitete Zähne aus Kunststoff oder Keramik, die in Farbe, Form und Funktion dem natürlichen Gebiss nachempfunden sind.

 

Wie hält eine Vollprothese?

  • Saugeffekt (Adhäsion/Kohäsion): Zwischen der gut angepassten Prothesenbasis und der feuchten Schleimhaut entsteht Unterdruck – besonders effektiv im Oberkiefer.
  • Muskuläre Führung: Die Zunge, Lippen und Wangenmuskulatur helfen beim Stabilisieren der Vollprothese im Alltag.
  • Haftmittel: Haftcremes oder -streifen kommen häufig zum Einsatz, insbesondere im Unterkiefer, wo die Haltbarkeit konstruktionsbedingt eingeschränkt ist.
  • Passgenaue Anpassung: Die exakte Modellierung der Prothesenbasis ist entscheidend für Komfort und Halt.

 

Moderne Alternative: Implantatgestützte Vollprothese

Um die Nachteile klassischer Totalprothesen zu reduzieren, kann der Zahnersatz auf Implantaten verankert werden. Diese implantatgetragenen Hybridprothesen bieten:

  • Deutlich besseren Halt und Kaukomfort
  • Schutz vor weiterem Knochenabbau
  • Herausnehmbarkeit zur Reinigung bleibt erhalten
  • Mehr Sicherheit im Alltag – beim Essen, Sprechen und Lachen

 

Implantatgetragener Zahnersatz

Implantatgetragener Zahnersatz gilt als die hochwertigste Form des Zahnersatzes.

Der große Unterschied zu herkömmlichen Prothesen oder Brücken:

  • Die künstlichen Zähne sitzen nicht auf dem Zahnfleisch oder an Nachbarzähnen, sondern auf fest im Kiefer verankerten Zahnimplantaten, die die Funktion natürlicher Zahnwurzeln übernehmen.

Was sind Zahnimplantate?

Ein Zahnimplantat ist ein schraubenförmiger, meist aus Titan oder Zirkonoxid-Keramik gefertigter Stift, der in einem chirurgischen Eingriff in den Kiefer eingesetzt wird. In den folgenden Wochen oder Monaten verwächst das Implantat fest mit dem Knochen (Osseointegration) – eine stabile Basis entsteht, auf der später der Zahnersatz befestigt wird.

 

Arten von implantatgetragenem Zahnersatz

Je nach Zahnsituation können Implantate unterschiedlich genutzt werden – von einzelnen Zähnen bis zur vollständigen Kieferversorgung:

  1. Einzelzahnimplantat (Implantatkrone)
    Einsatz: Bei Verlust eines einzelnen Zahns.
    Vorteil: Der Zahn wird ersetzt, ohne Nachbarzähne zu beeinträchtigen – ein ästhetischer und funktionaler Lückenschluss.
  2. Implantatbrücke
    Einsatz: Wenn mehrere Zähne nebeneinander fehlen.
    Vorteil: Zwei oder mehr Implantate tragen eine Brücke, die mehrere fehlende Zähne ersetzt – fest, langlebig und zahnfreundlich.
  3. Implantatgetragene Prothese (Hybrid- oder Cover-Denture-Prothese)
    Einsatz: Bei zahnlosem oder nahezu zahnlosem Kiefer (siehe auch unter Cover-Denture-Prothese).
    Vorteil: Eine herausnehmbare Prothese wird auf 2 bis 6 Implantaten stabil verankert – spürbar besserer Halt als bei klassischen Vollprothesen.
  4. Festsitzende Komplettversorgung (z. B. All-on-4™ / All-on-6™)
    Einsatz: Bei völliger Zahnlosigkeit (siehe auch unter All-on-4 Zahnimplantate).
    Vorteil: Auf 4 bis 6 Implantaten pro Kiefer wird eine komplette Zahnreihe fest verschraubt – eine dauerhafte, nicht herausnehmbare Lösung mit höchstem Komfort.

 

Wichtige Voraussetzungen und Planung

Die Implantatversorgung erfordert eine präzise Diagnostik – meist mit 3D-Röntgenaufnahmen. Entscheidend ist, ob ausreichend Knochensubstanz vorhanden ist. Falls nicht, können vorbereitende Maßnahmen wie ein Knochenaufbau oder die Erhaltung des Knochenvolumens notwendig sein. Auch der Gesundheitszustand des Patienten und die Mundhygiene spielen eine zentrale Rolle für den langfristigen Erfolg.

 

Implantatkrone

Eine Implantatkrone ist eine besonders ästhetische und funktionale Form des festsitzenden, implantatgetragenen Zahnersatzes.

Sie kommt dann zum Einsatz, wenn ein einzelner Zahn fehlt und ersetzt werden soll – ohne dabei benachbarte Zähne zu beeinträchtigen.

Diese Lösung gilt als der Natur am nächsten und vereint Langlebigkeit, Komfort und Ästhetik.

Der Aufbau einer Implantatkrone

Eine Implantatkrone besteht aus drei präzise aufeinander abgestimmten Komponenten:

  1. Zahnimplantat – die künstliche Zahnwurzel: Ein schraubenförmiger Titan- oder Keramikstift wird im Kiefer verankert und ersetzt die ursprüngliche Zahnwurzel. Er verwächst dauerhaft mit dem Knochen (Osseointegration) und bildet das stabile Fundament.
  2. Abutment – das Verbindungsstück: Nach der Einheilphase wird ein kleiner Aufsatz auf das Implantat gesetzt. Das Abutment ragt durch das Zahnfleisch und verbindet das Implantat mit der sichtbaren Krone.
  3. Zahnkrone – der sichtbare Zahnersatz: Diese individuell gefertigte Krone besteht meist aus Keramik oder Metallkeramik und wird fest mit dem Abutment verbunden – entweder verschraubt oder zementiert. Sie fügt sich optisch perfekt in die Zahnreihe ein.
  4. Behandlungsablauf mit einer Implantatkrone:
    1. Planung & Diagnostik: Detaillierte Analyse der Knochenstruktur, z. B. durch Röntgen, Planung der exakten Implantatposition.
    2. Implantation: Chirurgisches Einsetzen des Implantats unter lokaler Betäubung. Danach folgt eine mehrwöchige Einheilphase. Spezialisiert ist hierfür: Kieferchirurg oder Oralchirurg.
    3. Abutment & Abdruck: Nach der Einheilung wird das Abutment gesetzt und ein präziser Abdruck oder ein digitaler Scan zur Kronenanfertigung erstellt.
  5. Herstellung & Eingliederung: Die Krone wird im Dentallabor individuell angefertigt und anschließend eingesetzt – das Ergebnis ist funktional wie ästhetisch kaum von einem natürlichen Zahn zu unterscheiden.

 

Implantatbrücke

Die Implantatbrücke ist eine moderne Form des festsitzenden, implantatgetragenen Zahnersatzes, die sich ideal eignet, wenn mehrere nebeneinanderliegende Zähne fehlen.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Brücke, die auf natürlichen Zähnen abgestützt wird, erfolgt die Verankerung hier auf Zahnimplantaten, die als künstliche Zahnwurzeln direkt im Kiefer sitzen.

Wie funktioniert eine Implantatbrücke?

Die Struktur einer Implantatbrücke besteht aus drei Komponenten:

  1. Zahnimplantate: Je nach Länge der Zahnlücke werden mindestens zwei Implantate chirurgisch in den Kieferknochen eingesetzt. Sie dienen als stabile Pfeiler. Nicht für jeden fehlenden Zahn wird ein Implantat benötigt – die Implantate tragen auch die „schwebenden“ Brückenelemente.
  2. Abutments (Verbindungselemente): Diese kleinen Aufsätze werden auf den eingeheilten Implantaten befestigt und dienen als Träger für die Brückenkonstruktion.
  3. Die Brücke: Die individuell gefertigte Brücke besteht aus mehreren fest miteinander verbundenen Zahnkronen. Sie wird entweder auf die Abutments verschraubt oder zementiert und schließt die Zahnlücke dauerhaft und ästhetisch ansprechend.

 

Wann ist eine Implantatbrücke sinnvoll?

  • Bei größeren Lücken, z. B. bei Verlust von drei oder mehr benachbarten Zähnen
  • Wenn keine stabilen Nachbarzähne zur Befestigung einer konventionellen Brücke vorhanden sind
  • Als Alternative zur herausnehmbaren Teilprothese
  • Wenn gesunde Nachbarzähne geschont werden sollen (siehe auch Marylandbrücke)
  • Bei höherem ästhetischen Anspruch und Wunsch nach festsitzendem Komfort

 

Implantatgetragene Prothese (Hybridprothese)

Die implantatgetragene Prothese, auch bekannt als Hybridprothese oder Cover-Denture-Prothese, vereint die Vorteile klassischer Vollprothesen mit der Stabilität moderner Implantattechnik.

Sie kommt zum Einsatz, wenn alle oder nahezu alle Zähne eines Kiefers fehlen und eine konventionelle Prothese keinen ausreichenden Halt bietet – gleichzeitig aber eine vollständig festsitzende Versorgung (z. B. „All-on-4“) nicht gewünscht oder möglich ist.

Das Prinzip: Implantat trifft Prothese

Im Gegensatz zur rein schleimhautgetragenen Vollprothese ruht eine implantatgetragene Prothese nicht allein auf dem Zahnfleisch, sondern wird zusätzlich auf wenigen gezielt gesetzten Zahnimplantaten verankert – für deutlich mehr Stabilität und Komfort.

Aufbau der Hybridprothese:

  1. Zahnimplantate (2 bis 6 Stück pro Kiefer): Diese dienen als stabile Verankerungspunkte im Kieferknochen. Nach der Einheilphase übernehmen sie die Funktion künstlicher Zahnwurzeln.
  2. Verbindungselemente (Abutments und Haltesysteme): Auf den Implantaten werden Verbindungselemente montiert, die mit der Prothese passgenau zusammenarbeiten.
  3. Die herausnehmbare Prothese: Sie enthält die passenden Gegenstücke zu den Halteelementen und rastet beim Einsetzen sicher ein. Die Prothese ist zur Reinigung jederzeit leicht entnehmbar.

 

Häufig verwendete Systeme:

  • Kugelanker (Druckknöpfe)
  • Locatoren (flache, langlebige Verbindungselemente)
  • Stege, die mehrere Implantate verbinden und eine Schiene zur Prothesenverankerung bilden
  • Teleskopkronen, seltener, aber möglich bei Kombination mit Restzähnen

 

Materialien im Zahnersatz

Zahnersatz wird aus verschiedenen Werkstoffen gefertigt, je nach Einsatzbereich, ästhetischen Anforderungen und individuellen Bedürfnissen des Patienten.

Die gängigsten Materialien im Überblick:

  • Metalllegierungen: Robuste Klassiker – insbesondere bei Kronen und Brücken bewährt. Sie bieten hohe Stabilität, Langlebigkeit und eignen sich besonders für den nicht sichtbaren Seitenzahnbereich.
  • Keramik (Vollkeramik oder Verblendkeramik): Ideal für ästhetisch anspruchsvolle Versorgungen im Frontzahnbereich. Keramik überzeugt durch natürliche Lichtdurchlässigkeit, Biokompatibilität und sehr gute Verträglichkeit.
  • Kunststoff: Wird häufig für Interimslösungen, Provisorien oder herausnehmbare Teilprothesen verwendet. Vorteilhaft sind die schnelle Verarbeitung und die vergleichsweise niedrigen Zahnersatz Kosten – allerdings ist die Haltbarkeit begrenzt.
  • Gold (bzw. goldhaltige Legierungen): Hochwertig, extrem langlebig und sehr gut verträglich. Besonders in der funktionellen Zahnmedizin geschätzt – etwa für Inlays, Kronen oder Brücken im Seitenzahnbereich.

 

Zahnersatz & Krankenkasse – was Sie über Kosten und Zuschüsse wissen sollten

Die Kosten für Zahnersatz können je nach Art, Material und Behandlungsaufwand stark variieren.

Um Patienten finanziell zu entlasten, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) einen festen Zuschuss, der sich an der sogenannten Regelversorgung orientiert – also der medizinisch notwendigen, wirtschaftlichen Standardlösung.

 

Wovon hängen die Kosten ab?

Die Gesamtkosten für Zahnersatz setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen:

  • Art des Zahnersatzes – z. B. Krone, Brücke, Prothese oder Implantat
  • Materialwahl – z. B. Keramik, Metall, Kunststoff oder Edelmetall
  • Anzahl und Lage der fehlenden Zähne
  • Zahnarzt- und Laborkosten – abhängig von Region und Praxis
  • Zusätzliche Maßnahmen – etwa Vorbehandlungen oder Knochenaufbau

 

So funktioniert der Festzuschuss der Krankenkasse

  • Die GKV beteiligt sich nicht an den tatsächlichen Kosten, sondern gewährt einen befundbezogenen Festzuschuss – unabhängig von der gewählten Versorgungsform.
  • Der Zuschuss deckt 60 % der Regelversorgung ab – also jener Versorgung, die als „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ gilt.
  • Bonusheft zahlt sich aus:
    • Wer regelmäßige Vorsorge über seinem Bonusheft nachweisen kann, erhält einen höheren Zuschuss:
      • 70 % bei 5 Jahren
      • 75 % bei 10 Jahren lückenloser Kontrollen

 

Was ist mit höherwertigem Zahnersatz?

  1. Gleichartige Versorgung:
    Sie entscheiden sich für eine hochwertigere Variante der Regelversorgung (z. B. statt Metallkeramik eine Vollkeramikkrone).
    Kasse zahlt den Festzuschuss, Sie übernehmen die Mehrkosten privat (nach GOZ). Siehe auch unter Kostenübernahme beim Zahnersatz.
  2. Andersartige Versorgung:
    Sie wählen eine komplett andere Versorgungsform (z. B. ein Implantat statt einer Brücke).
    Kasse zahlt den Zuschuss zur Regelversorgung, alle weiteren Kosten tragen Sie selbst – ebenfalls nach GOZ abgerechnet.

 

Eigenanteil & Härtefallregelung

Der Eigenanteil ist der Betrag, den Sie nach Abzug des Zuschusses selbst zahlen.

  • Bei geringem Einkommen kann die Härtefallregelung greifen:
    • Die Krankenkasse übernimmt dann bis zu 100 % der Regelversorgungskosten.
    • Für leicht höhere Einkommen ist ein gestaffelter Zuschuss möglich.

 

Zahnzusatzversicherung: Schutz vor hohen Eigenanteilen

Um hohe Zuzahlungen bei hochwertigem Zahnersatz abzufedern, kann sich eine Zahnzusatzversicherung lohnen. Je nach Tarif übernimmt sie bis zu 90 % der Restkosten – Leistungen und Beiträge variieren jedoch stark, ein Vergleich lohnt sich.

 

Wichtig: Heil- und Kostenplan (HKP)

Vor Beginn der Behandlung erstellt der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan, der:

  1. die geplanten Maßnahmen,
  2. alle Kosten,
  3. sowie den voraussichtlichen Kassenanteil enthält.

Diesen reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse ein – nach Genehmigung wissen Sie genau, welche Kosten auf Sie zukommen. Hier können Sie auch erfahren, wie Sie hohe Kosten vermeiden können: Zahnersatz sparen.

 

FAQ zum Thema Zahnersatz und alle zugehörigen Arten

Festsitzender Zahnersatz wird dauerhaft im Mund befestigt und lässt sich vom Patienten nicht herausnehmen. Er ersetzt beschädigte oder fehlende Zähne und sorgt für ein natürliches Kaugefühl. Zu den häufigsten Formen zählen Kronen, Brücken, Inlays und Onlays.

Herausnehmbarer Zahnersatz kann vom Patienten eigenständig eingesetzt und entfernt werden. Typische Formen sind Teilprothesen bei noch vorhandenen Zähnen und Vollprothesen bei komplett zahnlosem Kiefer.

Die Modellgussprothese ist eine robuste, herausnehmbare Teilprothese mit Metallklammern zur Befestigung an vorhandenen Zähnen. Sie bietet eine funktionelle, erweiterbare und kostengünstige Lösung bei mehreren fehlenden Zähnen.

Die Teleskopprothese nutzt ein Doppelkronensystem aus Innen- und Außenkronen, das für stabilen Halt ohne sichtbare Klammern sorgt. Sie ist herausnehmbar, ästhetisch ansprechend und lässt sich bei Bedarf erweitern – ideal für eine komfortable und langlebige Versorgung.

Die Geschiebeprothese bietet stabilen Halt durch unsichtbare Verbindungselemente an überkronten Dens – ganz ohne sichtbare Klammern. Sie überzeugt durch unauffällige Ästhetik, hohen Komfort und präzise Passform – ideal für anspruchsvolle Patienten.

Vollprothesen ersetzen alle Zähne eines zahnlosen Kiefers und bestehen aus einer Kunststoffbasis mit künstlichen Dens. Sie haften mithilfe von Saugkraft und Muskulatur im Mund und bieten eine funktionelle, kostengünstige Lösung bei vollständigem Zahnverlust.

Implantatgetragener Zahnersatz wird fest auf künstlichen Zahnwurzeln im Kiefer verankert und bietet maximale Stabilität, natürlichen Kaukomfort und lange Haltbarkeit – ohne gesunde Zähne zu beeinträchtigen. Er gilt als die modernste Lösung bei Zahnverlust.

Die implantatgetragene Prothese kombiniert herausnehmbaren Zahnersatz mit der Stabilität fester Implantate. Sie wird sicher auf Implantaten verankert, bietet besseren Halt, mehr Komfort und lässt sich zur Reinigung einfach herausnehmen – ideal bei zahnlosem Kiefer.

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