Zahnbehandlungsangst

Beenden Sie den Leidensdruck – im DentNet finden Sie schnelle Hilfe

Die Angst vor einem Praxisbesuch beim Zahnarzt ist keine Seltenheit. Mit einer Psychotherapie, insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie, ist diese Angst erfolgreich behandelbar.

Im DentNet bieten wir Ihnen schnellen Zugang zu dieser Behandlung, mit einem Therapieplatz ohne lange Wartezeiten. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für psychologische Gesundheitsdienstleistungen Bochum, Prof. Dr. Jürgen Margraf und PD Dr. André Wannemüller von der Ruhr-Universität Bochum.

Ihr direkter Weg zur Therapie: Starten Sie mit dem Selbsttest und erfahren Sie welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen.

 

Angst vor dem Zahnarzt? Sie sind nicht allein

Herzklopfen schon beim Gedanken an den Termin, der Geruch der Praxis, das Geräusch des Bohrers: Für viele Menschen ist der Zahnarztbesuch weit mehr als unangenehm. Schätzungen zufolge hat etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland so starke Angst, dass Termine immer wieder verschoben oder ganz vermieden werden. Daraus entsteht oft ein Kreislauf: Je länger der Besuch aufgeschoben wird, desto größer werden Beschwerden und Scham – und desto schwerer fällt der nächste Schritt.

Die gute Nachricht: Zahnbehandlungsangst ist gut erforscht und behandelbar. Im DentNet erhalten Sie einen Therapieplatz ohne lange Wartezeit und finden Zahnarztpraxen, die auf einen behutsamen Umgang mit ängstlichen Patientinnen und Patienten eingestellt sind.

Was ist Zahnbehandlungsangst?

Zahnbehandlungsangst – auch Zahnarztangst oder Dentalphobie genannt – bezeichnet eine ausgeprägte, anhaltende Angst vor zahnärztlichen Behandlungen, die deutlich über normale Nervosität hinausgeht. Typisch sind körperliche Reaktionen wie Herzrasen, Schwitzen oder Übelkeit, Schlafprobleme vor dem Termin und das Vermeiden von Zahnarztbesuchen über Monate oder Jahre. In ihrer stärksten Form gilt sie als spezifische Phobie und lässt sich mit einer Psychotherapie behandeln.

Leiden Sie unter Zahnarztangst?

Mit unserem Selbsttest der Ruhr-Universität Bochum erfahren Sie, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie geeignet sein könnten.

Machen Sie den Selbsttest

Therapieangebot

Eine Zahnbehandlungsangst kostenlos therapieren lassen

Bei teilnehmenden Krankenkassen im DentNet, können Sie eine kostenlose Therapie Ihrer Zahnbehandlungsangst in Anspruch nehmen. Erfahren Sie welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie geeignet sein könnten.

Machen Sie den Selbsttest

Bei einem entsprechenden Ergebnis, können Sie Ihre Daten für eine Kontaktaufnahme hinterlassen. Die Kontaktaufnahme ist auch für Versicherte von Krankenkassen möglich, die nicht an diesem Angebot im DentNet teilnehmen. Über mögliche Kosten werden Sie entsprechend informiert.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Zahnarztangst?

Je nach Ausprägung der Angst kommen unterschiedliche Wege in Frage. Oft ist eine Kombination sinnvoll: eine Behandlung der Angst selbst und eine zahnärztliche Versorgung, die auf Ihre Situation Rücksicht nimmt.

Kognitive Verhaltenstherapie: die Angst an der Wurzel behandeln

Die kognitive Verhaltenstherapie gilt als die wissenschaftlich am besten belegte Methode bei Zahnbehandlungsangst. In wenigen Sitzungen lernen Sie, angstauslösende Gedanken zu erkennen und zu verändern und sich schrittweise an die Behandlungssituation zu gewöhnen. Im DentNet erhalten Versicherte teilnehmender Krankenkassen diese Therapie kostenlos – in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit der Ruhr-Universität Bochum. Der Einstieg ist der Selbsttest auf dieser Seite.

Einfühlsame Behandlung und klare Absprachen

Viele Zahnarztpraxen haben Erfahrung mit ängstlichen Patientinnen und Patienten. Bewährt haben sich ein ausführliches Vorgespräch ohne Behandlung, ein vereinbartes Stopp-Zeichen, kurze Termine zu Beginn und die genaue Erklärung jedes einzelnen Schritts. Sprechen Sie Ihre Angst schon bei der Terminvereinbarung offen an – für Praxen ist das Alltag, nicht Ausnahme.

Lachgas-Sedierung

Lachgas (Distickstoffmonoxid) wird über eine Nasenmaske eingeatmet und wirkt entspannend und angstlösend. Sie bleiben die ganze Zeit ansprechbar, und die Wirkung klingt nach der Behandlung innerhalb weniger Minuten ab. Lachgas ist in der Regel eine Privatleistung; ob eine Praxis es anbietet und was es kostet, erfahren Sie direkt bei der Praxis.

Dämmerschlaf (Sedierung) und Vollnarkose

Bei einer Sedierung erhalten Sie ein Beruhigungsmittel, das die Angst dämpft und die Erinnerung an die Behandlung meist abschwächt. Eine Vollnarkose schaltet das Bewusstsein vollständig aus und wird von einem Anästhesieteam begleitet. Beide Verfahren erleichtern eine einzelne, oft umfangreiche Behandlung – die Angst selbst lösen sie nicht. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen eine Vollnarkose beim Zahnarzt nur bei medizinischer Notwendigkeit, zum Beispiel bei nachgewiesener schwerer Zahnbehandlungsangst; die Praxis klärt das vorab mit Ihnen.

Hypnose und Entspannungsverfahren

Zahnärztliche Hypnose sowie Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung oder Atemübungen können helfen, die Anspannung während der Behandlung zu senken. Sie eignen sich vor allem bei leichter bis mittlerer Angst und als Ergänzung zu einer Therapie.

Welcher Weg zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie stark Ihre Angst ist und welche Behandlung ansteht. Der Selbsttest gibt Ihnen eine erste Einschätzung.

Zahnarztangst überwinden: 7 Tipps für den nächsten Termin

  1. Angst offen ansprechen: Sagen Sie schon bei der Terminvereinbarung, dass Sie Angst vor der Behandlung haben. Die Praxis kann sich dann Zeit nehmen und den Ablauf anpassen.
  2. Kennenlerntermin vereinbaren: Beim ersten Besuch wird nur gesprochen und in den Mund geschaut – ohne Behandlung. So lernen Sie Praxis und Team in Ruhe kennen.
  3. Stopp-Zeichen vereinbaren: Ein vereinbartes Handzeichen, bei dem die Behandlung sofort unterbrochen wird, gibt Ihnen die Kontrolle zurück.
  4. Frühen Termin wählen: Ein Termin am Morgen lässt weniger Zeit zum Grübeln, und die Praxis ist meist ruhiger.
  5. Begleitung mitnehmen: Eine vertraute Person im Wartezimmer oder – nach Absprache – im Behandlungsraum nimmt viel Anspannung.
  6. Auf die Atmung achten: Langsames Ausatmen beruhigt: etwa vier Sekunden ein-, sechs Sekunden ausatmen. Fragen Sie auch nach Kopfhörern mit Musik.
  7. Mit kleinen Schritten beginnen: Eine professionelle Zahnreinigung – im DentNet bei teilnehmenden Krankenkassen kostenlos – ist ein guter, schmerzfreier Einstieg.

Wenn diese Schritte allein nicht reichen, ist das kein Versagen: Bei starker Angst ist eine Therapie der wirksamere Weg. Machen Sie den Selbsttest – er dauert nur wenige Minuten.

Zahnarzt für Angstpatienten in Ihrer Nähe finden

Über die DentNet-Zahnarztsuche finden Sie Partnerpraxen in Ihrer Umgebung – mit Öffnungszeiten, gesprochenen Sprachen und Online-Terminbuchung. Fragen Sie bei der Praxis nach Erfahrung mit Angstpatientinnen und Angstpatienten, nach Lachgas oder einer Behandlung in Sedierung.

FAQ

Häufige Fragen zu den Möglichkeiten einer Therapie von Zahnbehandlungsangst

In unseren FAQs beantworten wir die häufigsten Fragen zu den Möglichkeiten der Therapie von Zahnbehandlungsangst: Wie lange dauert eine Therapie? Wie schnell ist sie durchführbar? Welche Kosten entstehen?

Für Ihre Teilnahme an einer Therapie gegen Zahnbehandlungsangst füllen Sie bitte den Selbsttest der Ruhr-Universität Bochum aus. Haben Sie alle Fragen ausgefüllt, erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob möglicherweise eine Angststörung vorliegt. Besteht der Verdacht auf eine Angststörung, können Sie das angebotene Formular für eine Kontaktaufnahme ausfüllen.

Der Selbsttest der Ruhr-Universität Bochum ist Ihr direkter Zugang zu einer möglichen Behandlung. Mithilfe gezielter Fragen wird der Grad Ihrer Zahnbehandlungsangst schnell und zuverlässig eingeschätzt. Nach dem Ausfüllen erhalten Sie eine sofortige Einschätzung Ihrer Situation. Basierend auf diesem Ergebnis können Sie direkt das Formular für eine unverbindliche Kontaktaufnahme ausfüllen.

Wichtig: Die Kontaktaufnahme ist auch für Versicherte von Krankenkassen möglich, die nicht an diesem Angebot im DentNet teilnehmen. Über mögliche Kosten werden Sie in diesem Fall entsprechend informiert.

Die Therapie zur Zahnbehandlungsangst im DentNet dauert 12 Wochen mit insgesamt 6 Sitzungen. Die Behandlung wird von der Psychotherapie-Ambulanz für Erwachsene, der Ruhr-Universität Bochum, durchgeführt. Der große Vorteil: Die Sitzungen finden online statt, sodass keine Anreise notwendig ist.

Die Therapie zur Zahnbehandlungsangst im DentNet wird von der Psychotherapie-Ambulanz für Erwachsene, der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt. Eine Anreise ist nicht notwendig. Die Sitzungen finden online statt.

Sind Sie bei einer teilnehmenden Krankenkasse im DentNet versichert, werden die Kosten vollständig übernommen. Für Versicherte, deren Krankenkasse nicht an dem Therapieangebot teilnimmt, können Kosten entstehen, über die man Sie vorab informieren wird.

Prof. Dr. Jürgen Margraf
Zur Person
ResearchGate

PD Dr. André Wannemüller
Zur Person
ResearchGate

Zahnbehandlungsangst: Woran Sie sie erkennen

Ein mulmiges Gefühl vor dem Zahnarztbesuch kennen viele Menschen. Von einer behandlungsbedürftigen Zahnbehandlungsangst spricht man, wenn die Angst so stark ist, dass Termine immer wieder verschoben oder ganz vermieden werden. Typische Anzeichen sind körperliche Angstreaktionen wie Herzklopfen oder Schweißausbrüche und das jahrelange Vermeiden von Zahnarztbesuchen – manchmal selbst dann, wenn Schmerzen bestehen. Die Folge ist oft ein Teufelskreis: Je länger der Besuch aufgeschoben wird, desto größer werden die Zahnprobleme – und desto größer die Angst vor der Behandlung.

Was kostet die Therapie im DentNet?

Ihre Situation Kosten
Versichert bei einer am Angebot teilnehmenden Krankenkasse Therapie kostenlos
Versichert bei einer anderen Krankenkasse Kontaktaufnahme möglich; über mögliche Kosten werden Sie vorab informiert

Die Therapie erfolgt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für psychologische Gesundheitsdienstleistungen Bochum, Prof. Dr. Jürgen Margraf und PD Dr. André Wannemüller von der Ruhr-Universität Bochum. Im Mittelpunkt steht die kognitive Verhaltenstherapie – die Methode, die Fachleute bei Zahnbehandlungsangst als Erstes empfehlen. Im DentNet erhalten Sie einen Therapieplatz ohne lange Wartezeiten.

In fünf Schritten zur Therapie

  1. Selbsttest machen: Mit dem Selbsttest der Ruhr-Universität Bochum finden Sie heraus, wie ausgeprägt Ihre Angst ist und welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie geeignet sein könnten.
  2. Ergebnis erhalten: Sie erfahren, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen könnten.
  3. Kontaktdaten hinterlassen: Bei einem entsprechenden Ergebnis können Sie Ihre Daten für eine Kontaktaufnahme hinterlassen.
  4. Kontaktaufnahme: Sie werden kontaktiert und – falls Ihre Krankenkasse nicht am Angebot teilnimmt – über mögliche Kosten informiert.
  5. Therapie beginnen: Sie starten Ihre Therapie – ohne lange Wartezeit auf einen Therapieplatz.

Was Ihnen beim nächsten Zahnarztbesuch helfen kann

Unabhängig von einer Therapie gibt es einfache Schritte, die viele Angstpatientinnen und Angstpatienten als hilfreich empfinden. Sagen Sie schon bei der Terminvereinbarung, dass Sie Angst haben – so kann sich die Praxis auf Sie einstellen. Vereinbaren Sie mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt ein Handzeichen, mit dem Sie die Behandlung jederzeit unterbrechen können. Bitten Sie darum, dass jeder Schritt vorher erklärt wird.

Ob zusätzlich eine Behandlung unter Sedierung oder Vollnarkose sinnvoll ist, entscheidet Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt gemeinsam mit Ihnen. Solche Verfahren nehmen die Angst während einer Behandlung, ändern aber nichts an der Angst selbst. Eine Therapie setzt dagegen an der Ursache an – damit künftige Zahnarztbesuche wieder möglich werden.

Warum sich der erste Schritt lohnt

Wer den Zahnarzt jahrelang meidet, riskiert, dass sich der Zustand der Zähne verschlechtert – und damit wächst oft auch die Angst vor der Behandlung. Eine erfolgreiche Therapie der Zahnbehandlungsangst durchbricht diesen Kreislauf: Sie können wieder zu Vorsorgeterminen gehen, die professionelle Zahnreinigung nutzen und Ihr Bonusheft lückenlos führen – was sich später auch bei den Kosten für Zahnersatz auszahlt. Über die Zahnarztsuche finden Sie eine Praxis im DentNet in Ihrer Nähe.

FAQ

Weitere Fragen zur Zahnbehandlungsangst

Ja, für Versicherte teilnehmender Krankenkassen ist die Therapie kostenlos. Versicherte anderer Krankenkassen können ebenfalls Kontakt aufnehmen und werden vorab über mögliche Kosten informiert.

Im Mittelpunkt steht die kognitive Verhaltenstherapie. Das Angebot entsteht in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für psychologische Gesundheitsdienstleistungen Bochum, Prof. Dr. Jürgen Margraf und PD Dr. André Wannemüller von der Ruhr-Universität Bochum.

Nein. Im DentNet erhalten Sie schnellen Zugang zu einem Therapieplatz ohne lange Wartezeiten.

Eine Sedierung oder Vollnarkose nimmt die Angst während einer einzelnen Behandlung, beseitigt aber nicht die Angst selbst. Eine Therapie setzt an der Ursache an. Ob eine Narkose medizinisch sinnvoll ist, entscheidet Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt gemeinsam mit Ihnen.

Am besten belegt ist die kognitive Verhaltenstherapie: Sie behandelt die Angst selbst und wird im DentNet für Versicherte teilnehmender Krankenkassen kostenlos angeboten. Ergänzend helfen eine Praxis mit Erfahrung im Umgang mit Angstpatientinnen und Angstpatienten, klare Absprachen wie ein Stopp-Zeichen sowie bei Bedarf Lachgas oder eine Sedierung während der Behandlung. Der Selbsttest auf dieser Seite zeigt, welcher Weg zu Ihnen passt.

Über die DentNet-Zahnarztsuche finden Sie Partnerpraxen in Ihrer Umgebung mit Öffnungszeiten, Sprachen und Online-Terminbuchung. Viele Praxen haben Erfahrung mit ängstlichen Patientinnen und Patienten – sprechen Sie Ihre Angst bei der Terminvereinbarung offen an und fragen Sie nach einem Kennenlerntermin ohne Behandlung. Bei starker Angst können Sie zusätzlich die kostenlose Therapie im DentNet nutzen.

Lachgas ist in der Regel eine Privatleistung, die gesetzliche Krankenkassen nicht übernehmen. Die Kosten richten sich nach Praxis und Behandlungsdauer; lassen Sie sich den Betrag vorab schriftlich nennen. Eine Alternative, die die Angst dauerhaft angeht, ist die kognitive Verhaltenstherapie – im DentNet für Versicherte teilnehmender Krankenkassen kostenlos.