Zahngesundheit: Beeinflusst unsere Ernährung unsere Zähne?✅ Was müssen Sie beachten?✅ Alle Infos in unserem Ratgeber ➤ Hier informieren!

Zähne, Zahngesundheit und unsere Ernährung

Beeinflusst unsere Ernährung unsere Mundgesundheit? Welche Lebensmittel tun uns gut und stärken unsere Zähne und welche verursachen das Gegenteil? Unser DentNet Ratgeber-Text versucht alle offenen Fragen zu diesem Thema zu klären. Hier sind unsere Antworten.

Was ist Karies?

Karies schädigt Ihre Zähne, führt zu Hohlräumen und macht Füllungen oder sogar Extraktionen notwendig. Zahnzerfall tritt auf, wenn Zucker mit den Bakterien in Plaque zu Säureentwicklung reagiert. Diese Säuren greifen die Zähne an und zerstören den Zahnschmelz, der als Folge brechen und ein Loch  im Dentin bilden kann. Der Zahnverfall kann dann schnell fortschreiten.

Welche Lebensmittel können Karies verursachen?

Alle Zucker können Fäulnis verursachen. Zucker kann in vielen Formen vorliegen. Üblicherweise sind Zutaten, die mit „ose“ enden, Zucker: Saccharose, Fructose und Glucose sind nur drei Beispiele. Diese Zucker können alle ohne Ausnahme Ihre Zähne schädigen.

In vielen verarbeiteten Lebensmitteln ist Zucker enthalten, und je höher sein Anteil in der Liste der Zutaten angegeben ist, desto schädlicher ist das Produkt für Ihre Zähne. Lesen Sie daher immer die Liste der Zutaten auf den Etiketten, wenn Sie Lebensmittel bewusst einkaufen möchten.

Denken Sie beim Studieren der Etiketten daran, dass „kein Zuckerzusatz“ nicht unbedingt bedeutet, dass das Produkt zuckerfrei ist. Es bedeutet lediglich, dass kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wurde. Diese Produkte können Zucker wie die oben aufgeführten enthalten, oder die Zucker können als Kohlenhydrate aufgeführt sein. Fragen Sie Ihr zahnärztliches Team, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Können Lebensmittel und Getränke Karies verursachen?

Saure Speisen und Getränke können zu Zahnerosion – dem allmählichen Auflösen des Zahnschmelzes – führen. Nachfolgend sind die pH-Werte einiger Lebensmittel und Getränke aufgeführt. Je niedriger der pH-Wert ist, desto saurer ist das Produkt. Alles, was einen pH-Wert unter 5,5 hat, kann Zahnfäule verursachen. Alkalien haben einen hohen pH-Wert und heben die Säureeffekte von Zuckern auf. pH 7 ist der mittlere Wert zwischen Säure und Lauge.

  • Mineralwasser pH 7,6
  • Milch pH 6,9
  • Käse pH 5,9
  • Bier pH 4,4
  • Orangensaft pH 3,8
  • Grapefruit pH 3,3
  • Essiggurken pH 3,2
  • Cola pH 2,5
  • Rotwein pH 2,5
  • Essig pH 2,0

Darf ich Snacks essen?

Es ist besser für Ihre Zähne, wenn Sie drei Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen anstatt 7 bis 10 Snacks. Wenn Sie zwischen den Mahlzeiten eine Kleinigkeit essen müssen, wählen Sie Lebensmittel, die keinen Zucker enthalten. Obst enthält Säuren, die Ihre Zähne angreifen können. Diese schaden Ihren Zähnen jedoch nur, wenn Sie ungewöhnlich viel Früchte essen. Vermeiden Sie getrocknetes Obst, da es reich an Zucker ist. Wenn Sie Obst als Snack essen, versuchen Sie danach, etwas Alkalisches wie Käse zu essen. Herzhafte Zwischenmahlzeiten sind generell besser, zum Beispiel:

  • Käse
  • Rohes Gemüse
  • Nüsse
  • Brotstangen

Darf ich Süßigkeiten essen?

Der wichtigste Punkt, den Sie sich merken sollten, ist, dass es nicht die Menge an Zucker ist, die Sie essen oder trinken, sondern wie oft Sie es tun. Süßspeisen sind erlaubt, aber es ist wichtig, sie nur zu den Mahlzeiten einzunehmen. Reduzieren Sie die Häufigkeit von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken und versuchen Sie, zuckerfreie Sorten zu sich zu nehmen, um Karies zu vermeiden. Süßwaren und Kaugummi, die mit künstlichen Süßstoffen gesüsst sind, können dabei helfen, Karies zu reduzieren. Zuckerhaltige Lebensmittel können auch andere Gesundheitsprobleme verursachen, darunter Herzerkrankungen und Übergewicht.

Was soll ich trinken?

Stilles Wasser und Milch sind eine gute Wahl. Es ist besser für Ihre Zähne, wenn Sie nur zu den Mahlzeiten Fruchtsäfte trinken. Wenn Sie Säfte zwischen den Mahlzeiten trinken, versuchen Sie, sie mit Wasser zu verdünnen. Verdünnte zuckerfreie Fruchtgetränke sind die sicherste Alternative zu Wasser und Milch. Wenn Sie diese selbst herstellen, stellen Sie sicher, dass das Getränk 1 Teil Fruchtgetränk auf 10 Teile Wasser verdünnt ist. Einige Erfrischungsgetränke enthalten Süßstoffe, die nicht für Kleinkinder geeignet sind. Fragen Sie Ihr Zahnarztteam, wenn Sie sich unsicher sind.

Sprudelnde Getränke können das Risiko von Zahnproblemen erhöhen. Der Zucker kann zu Karies führen, und die Säure in normalen Getränken und Diätgetränken kann den Zahnschmelz auflösen. Das Risiko ist höher, wenn Sie diese Getränke zwischen den Mahlzeiten zu sich nehmen.

Soll ich mir nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen?

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Zähne zur Nacht und mindestens ein weiteres Mal am Tag mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta putzen. Das Essen und Trinken von zucker- und säurehaltigen Lebensmitteln weicht üblicher Weise den Zahnschmelz auf. Durch ein unmittelbares Zähneputzen können winzige Bestandteile vom Zahnschmelz abgetragen werden. Daher sollten Sie Ihre Zähne erst eine Stunde nach dem Essen putzen. Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihre Zähne vor dem Schlafengehen reinigen. Der Grund: Der Speichelfluss, der das Mundreinigungssystem darstellt, wird nachts langsamer, und damit ist der Mundraum einem höheren Risiko für Karies ausgesetzt.

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Kinder bis zu drei Jahren sollten eine Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von mindestens 1000 ppm (parts per million) verwenden. Ab drei Jahren bis ins Erwachsenenalter sollte eine Zahnpasta mit 1350 ppm bis 1500 ppm Fluoridanteil verwendet werden.

Warum ist eine gesunde Ernährung wichtig für meine Mundgesundheit?

Jedes Mal, wenn Sie etwas Süßes essen oder trinken, sind Ihre Zähne bis zu einer Stunde lang einem Säureangriff ausgesetzt. Dies liegt daran, dass der Zucker mit den Bakterien in Plaque (der klebrigen Schicht auf Ihren Zähnen) reagiert und schädliche Säuren produziert. Es ist daher wichtig, zuckerhaltige Speisen oder Getränke zu den Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um die Zeitspanne zu begrenzen, in der Ihr Mund gefährdet ist.

Saure Lebensmittel und Getränke können genauso schädlich sein. Die Säure 'erodiert' oder löst den Zahnschmelz auf, wodurch das darunter liegende Dentin freigelegt wird. Dies kann Ihre Zähne empfindlich und unansehnlich machen. Eine Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen sowie frischem Obst und Gemüse ist, kann Zahnfleischerkrankungen vorbeugen. Zahnfleischerkrankungen können zu Zahnverlust und Mundgeruch führen.

Beim Zahnschmelz hat man den Begriff der Remineralisierung kreiert. Der Kontakt mit Säuren führt beim Zahnschmelz zum Substanzverlust durch die Zerstörung der Kristalle des Zahnschmelzes. In der Theorie besteht nun die Annahme, dass durch eine mineralstoffreiche Ernährung die Grundsubstanzen Calcium und Phosphat im Zahnschmelz wieder ersetzt werden können und dass durch Fluoride die Löslichkeit der Kristalle verringert wird.

Hilft das Kauen von Kaugummi?

Kaugummi lässt Ihren Mund mehr Speichel produzieren, wodurch die Säure in Ihrem Mund nach dem Essen oder Trinken ausgeglichen wird. Es ist erwiesen, dass die Verwendung von zuckerfreiem Kaugummi nach dem Essen Karies verhindern kann. Es ist jedoch wichtig, ausschließlich zuckerfreien Kaugummi zu verwenden, da gewöhnlicher Kaugummi Zucker enthält und daher Ihre Zähne schädigen kann.

Fazit

Eine gute, ausgewogene Ernährung unterstützt uns bei unserer Mundgesundheit. Mangelerscheinungen führen im Mund, genauso wie im ganzen Körper, zur Anfälligkeit für Krankenheiten. Neben der Qualität unserer Nahrung ist aber auch die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme ganz entscheidend. Jede Mahlzeit ist eine Säureangriff auf unseren Zahnschmelz, den es gilt entweder in der Häufigkeit zu reduzieren oder jeweils durch Zähneputzen zu neutralisieren.