• Ästhetik• Zahnaufhellung

Wie bekommt man ein Hollywood-Lächeln?

Hollywood! Seit mittlerweile über 100 Jahren steht der Name des Vororts von Los Angeles für Stars und Sternchen, für bewegte und bewegende Bilder auf der Kinoleinwand – kurz: für die gesamte amerikanische Filmindustrie. Dabei bedeutet das Wort übersetzt ganz unspektakulär "Stechpalmenwald". Wo Kameras und Paparazzi allgegenwärtig sind und jedes strahlende Lächeln aufzeichnen, sollte nicht nur die Frisur ordentlich sitzen und die Stirn mit Botox glattgebügelt worden sein. Auch die Zähne müssen selbstverständlich übernatürlich weiß sein und für ein echtes Hollywood-Lächeln stramme Haltung annehmen. 

Schöne Zähne, schönes Leben

Wir haben das auch hier schon einmal beschrieben: Wer ein schönes Lächeln und gleichmäßige weiße Zähne hat, hat nicht nur mehr beruflichen und zwischenmenschlichen Erfolg, sondern wird allgemein auch für einen Menschen mit mehr Intelligenz und Durchsetzungsvermögen gehalten. Das gilt für Damen genauso wie für Herren. Möchte man Karriere in Hollywood machen, ist das hochglanzpolierte "Hollywood Smile" praktisch Pflicht. Die Spezialisten der ästhetischen Zahnmedizin sind mit ihren Praxen und Kliniken in der Region entsprechend häufig vertreten. Das Geheimnis hinter dem legendären "Hollywood Smile" verraten aber auch die Zahnärzte hierzulande gern. In Deutschland empfehlen die meisten Dentisten ihren Patienten allerdings einen eher natürlicheren Look für die Kauwerkzeuge als die genormte Weißheit, die in den USA bevorzugt wird.  

"What are you wearing?"

Die meistgestellte Frage auf dem roten Teppich der Oscarverleihung gilt traditionell der Marke der getragenen Kleidung. Aber fast jede/r Angehörige des filmschaffenden Gewerbes könnte wahrscheinlich einfach sexy ins Mikrofon säuseln: "Veneers, darling!". Besonders helle Zähne und eine perfekte Symmetrie sind im La-La-Land äußerst beliebt. Natürlich werden auch unter den Hollywood-Stars – genau wie unter uns Normalsterblichen – die wenigsten mit einem perfekten Lächeln geboren. Und was nicht schön ist, wird gern versteckt. Deshalb war es schon im vergangenen Jahrhundert unter Filmstars üblich, abgebrochene, zu kurze, unregelmäßige oder verfärbte Zähne einfach hübsch zu "verkleiden". Genau zu diesem Zweck erfand in den 1920er Jahren der Zahnarzt Dr. Charles Pincus die Veneers, mit denen er später unter anderem Marilyn Monroe, Shirley Temple, James Dean oder Montgomery Clift zu einem hinreißenden Hollywood-Lächeln verhalf. Anfangs waren die neuen Fassaden für die Zähne noch aus Acryl und hielten gerade einmal ein oder zwei Stunden. Jahre später sahen Veneers aus Porzellan schon deutlich überzeugender aus, aber erst in den 50er Jahren wurde es möglich, sie mithilfe der Ätztechnik dauerhaft an den Zähnen zu befestigen. 

Edles Gewand für die Zähne

Moderne Veneers sind hauchzarte, fast durchsichtige Keramikschalen, die im Zahnlabor individuell auf die Zähne des jeweiligen Patienten maßgeschneidert werden. Das Ergebnis einer Behandlung mit Veneers kann sich sehen lassen: Zahnlücken, schiefe Zähne, fleckige Zähne, unregelmäßige Zahnkanten – hinter dem hauchdünnen Zahngewand verschwinden auch schwierigere Fälle. Auf diese Wirkung setzen unter anderem auch Julia Roberts, George Clooney, Meghan Markle und unzählige andere Prominente, die ihr Lächeln immer wieder in die Kameras halten müssen. Suchen Sie im Web doch mal nach Vorher-Nachher-Bildern Ihrer Lieblings-Schauspieler, das ist sehr unterhaltsam. Das Lächeln der Filmstars ist standardmäßig strahlend weiß, makellos und vollkommen ebenmäßig – und damit auch ziemlich 08/15, da kein individuelles Erkennungsmerkmal mehr an den Zähnen vorhanden ist. Die Sängerin Madonna präsentiert zwar ebenfalls ein sehr weißes Lächeln und gleichmäßige Zahnreihen, aber ihre charakteristische Zahnlücke zwischen den oberen Schneidezähnen hat sie trotz aller Behandlungen beim Zahnarzt stets behalten.

Veneers – welche kleiden am besten?

Um in den Genuss eines derart gepimpten Lächelns zu kommen, steht zunächst ein Besuch beim Zahnarzt an. Keine Sorge, er wird nicht bohren, höchstens ein bisschen abschleifen. Die Behandlung ist abhängig von der Art der Veneers. Danach richten sich übrigens auch die Kosten für die Zahnverschönerung. Die müssen Sie leider komplett selbst bezahlen, da es sich um eine rein kosmetische Behandlung handelt. Je nach Ausfertigung hat das durchaus seinen Preis. Die beliebtesten Hauptdarsteller in der ästhetischen Zahnheilkunde sind:

Sofort-Veneers/Veneers to Go: Die genormten Keramik- oder Komposit-Veneers werden in einer einzigen Sitzung in der Praxis eingesetzt. Dafür muss keine oder kaum Zahnsubstanz abgetragen werden. Die Sofort-Veneers liegen in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben vor. Ein Abdruck ist nicht nötig, die Anpassung an die Zähne erfolgt vor Ort durch den Zahnarzt. Weil die hohen Laborkosten entfallen und die Behandlung mit einem einzigen Besuch beim Zahnarzt abgeschossen ist, stellen diese Veneers die preiswerteste Version dar. Allerdings ist es nicht immer möglich, die konfektionierten Schalen exakt an die Zähne oder die Zahnfarbe anzupassen. In manchen Fällen sind sie auch gar nicht anwendbar. 

Konventionelle Keramik-Veneers: Sie sind etwa 1 Millimeter stark. Bevor sie angebracht werden können, muss der Zahnarzt den Zahn unter örtlicher Betäubung etwas abschleifen, damit er später mit dem Veneer nicht unnatürlich dick wirkt. Dann wird ein Abdruck der vorbereiteten Zähne genommen, der im Zahnlabor als Vorlage für die Anfertigung der Verblendschalen dient. Bis sie fertig sind, bekommen Patienten provisorische Kunststoff-Veneers. Die fertigen Veneers aus Keramik werden anschließend mit einem Spezialkleber dauerhaft an den Zähnen befestigt.

Non-Prep-Veneers: Für diese nur rund 0,3 bis 0,6 Millimeter dicken Veneers müssen die Zähne nicht abgeschliffen werden, eine Betäubung und ein Provisorium entfallen damit ebenfalls. Auch hier muss ein Abdruck genommen werden, der übrige Ablauf ist identisch mit den konventionellen Veneers. Non-Prep-Veneers gibt es von verschiedenen Herstellern; die bekanntesten sind die in den USA patentierten Lumineers. Sie sind auch die teuerste Variante der edlen Keramikschalen.

Nachspann

Sie sehen, die perfekten Zähne der Filmstars sind keineswegs Zufall. Falls Sie eine Karriere im berühmten Stechpalmenwald anstreben, dann besuchen Sie doch einfach vorher Ihren Zahnarzt. Und wenn Sie die Ausgaben für die kostspieligen Zahnkleider scheuen, dann probieren Sie es doch erst einmal mit einer professionellen Zahnreinigung. Zahnbelag, Verfärbungen und Zahnstein haben bei der intensiven Reinigung keine Chance, und Ihre natürlichen Zähne leuchten wieder in ihren schönsten Weiß. Gesunde Zähne vertragen danach auch noch ein Bleaching, dann können Sie – zumindest was die Zahnfarbe betrifft – mit den Stars strahlend um die Wette lächeln.