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Mundfäule bei Kindern: Ursachen, Symptome und die beste Behandlung

Informieren Sie sich über Mundfäule bei Kindern (Stomatitis aphthosa), eine schmerzhafte Infektion der Mundschleimhaut, die häufig durch Herpesviren ausgelöst wird. Erfahren Sie, wie Sie Mundfäule bei Babys, Kleinkindern und Kindern erkennen, welche Symptome typisch sind und welche Behandlung – etwa mit schmerzlindernden Gelen wie Kamistad – am besten hilft. So unterstützen Sie Ihr Kind schnell und effektiv bei der Heilung.

 

Inhalt

Ihr Kind braucht Hilfe? Finden Sie schnell einen einfühlsamen Kinderzahnarzt in Ihrer Nähe:

Was ist Mundfäule (Stomatitis aphthosa)?

Mundfäule, medizinisch auch Stomatitis aphthosa oder Gingivostomatitis herpetica (Bläschen im Mund) genannt, ist eine hochansteckende und schmerzhafte Entzündung der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Trotz des Namens hat die Erkrankung nichts mit mangelnder Mundhygiene zu tun. Ausgelöst wird sie durch die Erstinfektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) – demselben Virus, das später häufig Lippenherpes verursacht.

Mundfäule bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Mundfäule tritt vor allem bei Babys und Kleinkindern im Alter von sechs Monaten bis etwa drei Jahren auf. In dieser Lebensphase begegnet das Immunsystem dem Herpesvirus meist zum ersten Mal. Dadurch kommt es zu einer starken Entzündungsreaktion im Mundraum. Bei den Älteren verläuft die Erstinfektion dagegen meist mild oder völlig symptomlos.

Typische Symptome und Anzeichen

Wenn das Virus in den Körper eindringt, ruft es eine akute Erkrankung hervor, die sich durch charakteristische Beschwerden zeigt:

  • Bläschen und Aphthen: Im gesamten Mundraum – auf Zahnfleisch, Zunge, Gaumen und Lippen – entstehen kleine, flüssigkeitsgefüllte Bläschen. Nach dem Aufplatzen hinterlassen sie weißlich-gelbe, stark schmerzhafte Wunden (Aphthen).
  • Unangenehmer Mundgeruch: Durch die Entzündung und das Aufbrechen der Bläschen entsteht ein typischer, faulig-säuerlicher Mundgeruch, der der Krankheit ihren Namen gab.
  • Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl: Oft beginnt die Erkrankung plötzlich mit hohem Fieber (38–40 °C), Unruhe, Müdigkeit und Appetitlosigkeit.

Verlauf und spätere Reaktivierung

Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper, genauer gesagt in den Nervenzellen. Es bleibt dort inaktiv, kann aber bei Stress, Fieber oder starker Sonneneinstrahlung erneut aktiviert werden. In solchen Fällen zeigt es sich meist in Form von klassischem Lippenherpes. Die eigentliche Mundfäule tritt jedoch nur einmalig auf – als Reaktion auf den ersten Kontakt mit dem Virus.

Ursachen: Wie entsteht Mundfäule bei Kindern?

Die Mundfäule, oder Stomatitis aphthosa, ist keine reine Zahnfleisch- oder Mundhygieneerkrankung. Ihre Ursache ist klar definiert: Sie wird durch eine Virusinfektion ausgelöst.

 

Der Hauptverursacher: Das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1)

Die Mundfäule ist in den allermeisten Fällen die Erstinfektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1). Dies ist das gleiche Virus, das bei älteren Menschen den immer wiederkehrenden Lippenherpes (Fieberbläschen) auslöst.

Da das Immunsystem eines Kleinen zum ersten Mal mit diesem Erreger in Kontakt kommt, fällt die Reaktion besonders heftig aus – im Gegensatz zu den späteren, meist milderen Reaktivierungen (Lippenherpes).

 

Der Weg der Ansteckung: Tröpfchen- und Schmierinfektion

Das HSV-1 ist hoch ansteckend und wird leicht übertragen:

  • Speichelkontakt: Durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen, aber auch durch direkten Speichelkontakt (z.B. Küssen).
  • Schmierinfektion: Dies ist der häufigste Übertragungsweg in Krippen und Kindergärten. Das Virus wird über infizierten Speichel auf Oberflächen übertragen, zum Beispiel:
    • Gemeinsame Nutzung von Spielzeug
    • Gemeinsames Besteck, Gläser oder Trinkflaschen
    • Benutzen desselben Handtuchs

Wichtig: Ein Elternteil mit aktivem Lippenherpes kann sein Nachkommen leicht anstecken, wenn es das Nachkommen küsst oder den Schnuller des Babys "sauber" in den eigenen Mund nimmt.

 

Warum gerade Kleinkinder?

  • Fehlende Antikörper: Babys verlieren etwa ab dem sechsten Lebensmonat die schützenden mütterlichen Antikörper, die sie im Mutterleib oder durchs Stillen erhalten haben.
  • Hohe Kontaktrate: Im Alter von 10 Monaten bis 3 Jahren kommen sie erstmals intensiv mit anderen jüngeren Personen in Kontakt (Krabbelgruppen, Kita).
  • Ausgeprägte Symptome: Die heftige Symptomatik der Mundfäule ist typisch für diesen ersten Kampf des Immunsystems gegen das HSV-1.

Nachdem die Mundfäule abgeklungen ist, verschwindet das Virus nicht vollständig. Es wandert entlang der Nervenbahnen und "schläft" in den Nervenzellen. Dort kann es Jahrzehnte verbleiben und unter bestimmten Umständen (z.B. bei Stress, Fieber, starker Sonnenbestrahlung) wieder aktiv werden und als Lippenherpes in Erscheinung treten.

 

Mundfäule-Symptome: Woran erkennt man die Erkrankung?

Die Mundfäule (Stomatitis aphthosa) beginnt häufig mit unspezifischen Beschwerden, entwickelt sich dann aber schnell zu einer deutlich erkennbaren, schmerzhaften Erkrankung der Mundschleimhaut. Nach einer Inkubationszeit von etwa 2 bis 12 Tagen treten die Symptome meist plötzlich und heftig auf.

 

Typische Anzeichen der Mundfäule

  • Hohes Fieber und Krankheitsgefühl:
    Zu Beginn steigt die Körpertemperatur oft rasch auf 38 bis 40 °C. Betroffene wirken matt, reizbar und appetitlos – ein klares Zeichen dafür, dass der Körper gegen eine Infektion kämpft.
  • Schmerzhafte Bläschen und Aphthen:
    Das charakteristischste Symptom der Mundfäule sind zahlreiche kleine Bläschen, die sich auf Zunge, Zahnfleisch, Lippen und Mundschleimhaut bilden. Diese platzen nach kurzer Zeit auf und hinterlassen weißlich-gelbe, kraterförmige Wunden (Aphthen) mit einem entzündlich roten Rand. Diese Läsionen sind stark schmerzhaft und erschweren Essen, Trinken und selbst das Sprechen.
  • Entzündetes Zahnfleisch:
    Das Zahnfleisch (Gingiva) ist gerötet, geschwollen und empfindlich. Schon leichte Berührung – etwa beim Zähneputzen – kann Blutungen verursachen.
  • Ess- und Trinkverweigerung:
    Wegen der Beschwerden im Mund verweigern jüngere häufig Nahrung und Getränke. Dadurch kann es schnell zu einem Flüssigkeitsmangel kommen.
  • Geschwollene Lymphknoten:
    Die Lymphknoten im Hals- und Kieferbereich sind oft vergrößert und druckempfindlich, was auf die Immunreaktion des Körpers hinweist.
  • Erhöhter Speichelfluss:
    Viele Sprösslinge sabbern stärker als gewöhnlich, da die gereizte Mundschleimhaut auf den Schmerz und die Entzündung reagiert.
  • Typischer Mundgeruch – ein eindeutiges Anzeichen:
    Ein besonders markantes Symptom ist der unangenehme, faulig-säuerliche Mundgeruch. Er entsteht, wenn die Bläschen aufplatzen und sich die Wunden entzünden oder von Bakterien besiedelt werden. Dieser charakteristische Geruch unterscheidet die Mundfäule deutlich von harmloseren Mundproblemen wie einfachen Aphthen.

 

Achtung: Gefahr der Dehydration

Da die Beschwerden im Mund sehr stark sind, verweigern viele jüngere das Trinken vollständig. Besonders bei Babys und Kleinkindern kann das schnell zu Dehydration (Austrocknung) führen – eine ernsthafte Komplikation, die ärztlich behandelt werden muss.

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn folgende Warnzeichen auftreten:

  • Trockene Schleimhäute: belegt-trockene Zunge, rissige Lippen
  • Weniger Urin: Windeln bleiben länger trocken, Urin ist dunkel und riecht stark
  • Eingesunkene Fontanelle (bei Säuglingen)
  • Tiefe Augenringe oder eingefallene Augen
  • Starke Müdigkeit oder Teilnahmslosigkeit
  • Weinen ohne Tränen

Wichtig: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend, um eine Austrocknung zu verhindern und die Heilung zu unterstützen.

 

Verlauf und Ansteckung: Wie lange dauert Mundfäule?

Die Mundfäule (Stomatitis aphthosa) verläuft typischerweise in mehreren Phasen. Auch wenn die Erkrankung für Ihr Nachkommen sehr unangenehm ist, klingen die Beschwerden in der Regel nach 7 bis 14 Tagen vollständig ab.

 

Typischer Verlauf der Mundfäule

  • Inkubationszeit (2 bis 12 Tage): Zwischen der Ansteckung mit dem Herpes-simplex-Virus (HSV-1) und dem Ausbruch der ersten Symptome liegen meist zwei bis zwölf Tage. In dieser Zeit wirkt ihr Nachfahre äußerlich gesund, obwohl sich das Virus bereits im Körper vermehrt.
  • Akute Anfangsphase (Tag 1 bis 4): Die Krankheit beginnt meist plötzlich und heftig. Der Fieber (bis zu 40 °C) beginnt, man wirkt müde, gereizt und abgeschlagen, und die Lymphknoten am Hals schwellen an. Kurz darauf röten sich Zahnfleisch und Mundschleimhaut, erste Entzündungszeichen werden sichtbar.
  • Hauptphase der Symptome (Tag 3 bis 7): Nun entstehen die typischen schmerzhaften Bläschen und Aphthen im gesamten Mundraum – auf Zahnfleisch, Zunge, Gaumen und Lippen.
  • Das Essen und Trinken ist stark eingeschränkt, da selbst kleine Bewegungen im Mund Schmerzen verursachen. Das Fieber sinkt meist ab dem vierten oder fünften Tag, während die Wunden beginnen, leicht zu verkrusten.
  • Abheilungsphase (ab Tag 7): Ab etwa einer Woche beginnen die Bläschen auszutrocknen und die Aphthen heilen. Die Schleimhaut regeneriert sich, und man fühlt sich zusehends besser.
  • In der Regel verheilen die Läsionen vollständig, ohne Narbenbildung.

Nach etwa 10 bis 14 Tagen ist die Erkrankung vollständig überstanden.

 

Ansteckung: Wie lange ist Mundfäule infektiös?

Die Mundfäule ist hochgradig ansteckend, da das Herpesvirus leicht über Körperflüssigkeiten übertragen wird. Die größte Ansteckungsgefahr besteht, solange die Bläschen geöffnet sind und virushaltige Flüssigkeit austritt.

  • Dauer der Ansteckung: Ein Kind gilt vom Auftreten der ersten Symptome bis zum Abheilen der letzten Blase als ansteckend – in der Regel also etwa 1 bis 2 Wochen.

Häufige Übertragungswege:

  • Schmierinfektion: Übertragung durch Speichel – z. B. über Hände, Spielzeug, Besteck, Trinkflaschen oder Türgriffe. Besonders häufig geschieht das im Kindergarten oder in der Familie.
  • Tröpfcheninfektion: Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen winzige Speicheltröpfchen in die Luft und können andere anstecken.

 

Gemeinschaftseinrichtungen: Wann darf das Kind wieder in die Kita oder Schule?

Obwohl Mundfäule sehr ansteckend ist, gibt es kein gesetzliches Betretungsverbot für Kitas oder Schulen. Aus Rücksicht auf andere Kinder sollte das erkrankte Kind jedoch zu Hause bleiben, solange es eine erhöhte Temperatur hat, Schmerzen verspürt oder die Bläschen noch nicht vollständig abgeheilt sind.

Wiederzulassung möglich, wenn:

  1. das Kind keine hohe Temperatur mehr aufweist,
  2. sich der Allgemeinzustand deutlich verbessert hat,
  3. und keine offenen Bläschen oder frischen Aphthen mehr vorhanden sind.

Hygienetipp:

Gründliches Händewaschen ist die wichtigste Maßnahme, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern – sowohl für Kinder als auch für Betreuungspersonen.

 

Mundfäule behandeln: Was hilft meinem Kind jetzt am besten?

Die Mundfäule (Stomatitis aphthosa) wird durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) ausgelöst. Da es sich um eine Virusinfektion handelt, gibt es keine gezielte Therapie, die das Virus direkt bekämpft. Stattdessen steht die Linderung der Schmerzen und die Vermeidung einer Austrocknung (Dehydration) im Mittelpunkt der Behandlung.

  • Das wichtigste Ziel ist: Die Schmerzen müssen so weit gelindert werden, dass Ihr Kind wieder trinken und essen kann.

 

Schmerzlinderung mit Fieber- und Schmerzmitteln

Eine wirksame Schmerztherapie ist der entscheidende Schritt, um Ihrem Kind Erleichterung zu verschaffen.

  • Systemische Schmerzmittel: Ihr Kind kann – je nach Alter und Gewicht – Ibuprofen oder Paracetamol (als Saft oder Zäpfchen) erhalten.
  • Beide Medikamente senken Fieber und wirken gleichzeitig entzündungshemmend und schmerzlindernd.
  • Regelmäßige Gabe: Damit die Wirkung optimal ist, sollten die Schmerzmittel regelmäßig und am besten kurz vor den Mahlzeiten oder Trinkversuchen gegeben werden. So fällt das Essen und Trinken deutlich leichter.

 

Lokale Behandlung im Mund

Zusätzlich zur innerlichen Schmerztherapie kann eine lokale Behandlung helfen, die Beschwerden gezielt an den entzündeten Stellen zu lindern.

  • Lokalanästhetische Gele: Ihr Kinderzahnarzt kann spezielle Mundgele oder Tinkturen mit einem betäubenden Wirkstoff (z. B. Lidocain) verschreiben. Diese werden direkt auf die schmerzhaftesten Aphthen aufgetragen und sorgen für kurzfristige Schmerzlinderung.
    • Wichtig: Diese Mittel dürfen nur nach zahnärztlicher Anweisung angewendet werden – insbesondere bei jüngeren Patientinnen und Patienten, da eine Überdosierung gefährlich sein kann.
  • Schutzfilme für die Schleimhaut: Mundgele mit Dexpanthenol oder entzündungshemmenden Pflanzenextrakten bilden einen sanften Schutzfilm über den Wunden. Dadurch werden die gereizten Stellen beim Essen weniger strapaziert und können besser abheilen.

 

Hausmittel und pflanzliche Unterstützung

Auch Hausmittel können die Schleimhaut beruhigen und die Heilung unterstützen – allerdings nur ergänzend zur ärztlichen Behandlung.

Kamille

  • Kamille wirkt entzündungshemmend, beruhigend und heilungsfördernd.
  • Ältere Kinder können mit abgekühltem, ungesüßtem Kamillentee vorsichtig spülen oder gurgeln.
  • Bei Babys oder Kleinkindern können Sie die entzündeten Stellen mit einem sauberen, in Kamillentee getränkten Tuch sanft abtupfen.

Salbei

  • Salbei hat eine antibakterielle und antivirale Wirkung.
  • Ein lauwarmer Sud aus Salbeiblättern eignet sich zum Spülen oder vorsichtigen Betupfen der entzündeten Mundbereiche.

Kälte gegen Beschwerden

  • Kälte lindert Beschwerden und kann Entzündungen kurzzeitig abschwächen.
  • Ältere Nachkömmlinge dürfen auf Eiswürfeln, gefrorenem Tee oder Eis am Stiel lutschen.

Hinweis: Achten Sie bei den jüngeren Nachkömmlingen unbedingt auf Erstickungsgefahr – hier besser nur kalte Getränke oder gekühlten Tee anbieten.

 

Was Sie vermeiden sollten

  • Keine scharfen, alkoholhaltigen oder stark antiseptischen Mundspülungen (z. B. mit Chlorhexidin oder Alkohol)
  • Keine säurehaltigen Hausmittel wie Zitronensaft oder Essig

Solche Substanzen reizen die Schleimhaut zusätzlich und können die Schmerzen deutlich verschlimmern.

 

Ernährung bei Mundfäule: Was dürfen Kinder essen und trinken?

Bei Mundfäule (Stomatitis aphthosa) ist die Mundschleimhaut stark entzündet und übersät mit schmerzhaften Aphthen. Viele der jüngeren Patientinnen und Patienten verweigern deshalb Essen und Trinken, weil jeder Schluck oder Bissen brennt. Gerade in dieser Phase ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, um eine Dehydration (Austrocknung) zu verhindern.

  • Die Faustregel lautet: Kühl, weich und mild – alles, was nicht reizt, hilft.

 

Sanfte Speisen, die gut tun

Kühle, weiche Lebensmittel wirken beruhigend, lassen sich leicht schlucken und reizen die entzündeten Stellen im Mund kaum. Ideal sind Speisen, die keinen starken Eigengeschmack oder Säuregehalt haben. Siehe hierzu auch: Verhalten und Ernährung nach zahnärztlichem Eingriff.

Geeignete Speisen:

  • Milchprodukte: Kühler Joghurt ohne Fruchtstücke, milder Quark, Buttermilch oder Frischkäse.
  • Süßes & Mildes: Kalter Vanillepudding, Götterspeise, Milchreis oder Grießbrei – am besten leicht gekühlt.
  • Eis & gefrorene Produkte: Wassereis oder milde Eiscreme können kurzzeitig die Schmerzen betäuben.
  • Brei & Gemüse: Kartoffelbrei, weiche Gemüsebreie (z. B. Karotte oder Zucchini), lauwarmer Haferbrei.
  • Kohlenhydrate: Sehr weich gekochte Nudeln (ohne Tomatensoße) oder Reis, mit etwas Butter oder Brühe verfeinert.
  • Getränke: Stilles Wasser, abgekühlter Kamillen- oder Salbeitee, kühle Milch oder verdünnte Kräutertees.

Tipp: Wenn das Trinken schmerzt, helfen Strohhalme oder Trinkbecher mit schmaler Öffnung – so wird die Flüssigkeit an den gereizten Stellen im vorderen Mundraum vorbeigeleitet.

 

Diese Lebensmittel besser vermeiden

Alles, was scharf, sauer, hart oder heiß ist, kann die Schleimhaut zusätzlich reizen und sollte während der Erkrankung strikt gemieden werden.

Ungeeignete Lebensmittel sind

  • Säurehaltige Lebensmittel: Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen), Fruchtsäfte (besonders Apfel-, Multivitamin- oder Orangensaft), Essig, saure Dressings oder eingelegte Speisen.
  • Heiße Speisen und Getränke: Hitze verstärkt Schmerzen und Entzündung.
    • Alles sollte auf Zimmertemperatur oder leicht gekühlt serviert werden.
  • Harte, kratzige Kost: Brotkrusten, Zwieback, Chips, Nüsse, harte Kekse oder rohes Gemüse – sie können Wunden aufreißen.
  • Scharfe und stark gewürzte Speisen: Chili, Pfeffer oder Gewürzmischungen mit Paprika reizen die Schleimhaut zusätzlich.

Flüssigkeit ist wichtiger als feste Nahrung

Während der akuten Krankheitsphase ist es nicht schlimm, wenn Ihr Nachkommen kaum isst – entscheidend ist, dass es genug trinkt. Bieten Sie häufig kleine Mengen Flüssigkeit an, statt auf große Mahlzeiten zu bestehen. Auch kalte Tees, Brühen oder Eis am Stiel können helfen, den Flüssigkeitsbedarf zu decken.

 

Wann sollte ich mit meinem Kind zum Zahnarzt? – Wichtige Hinweise für Eltern

Die Mundfäule (Stomatitis aphthosa) ist in erster Linie eine Virusinfektion, die sich durch Entzündungen im Mundraum zeigt. Daher ist der Kinderzahnarzt, Kinderarzt oder Hausarzt meist die erste Anlaufstelle – insbesondere zur Diagnose, Schmerzlinderung, Fiebersenkung und zur Vermeidung einer Dehydration. Ein Zahnarztbesuch kann jedoch in bestimmten Fällen sinnvoll sein – vor allem, wenn die Diagnose unklar bleibt oder Beschwerden im Mundbereich bestehen bleiben.

 

Wann der Zahnarzt bei Kindern helfen kann

  1. Bei unklarer Diagnose:
    Wenn nicht eindeutig feststeht, ob es sich tatsächlich um Mundfäule handelt, kann der Zahnarzt weiterhelfen. Als Experte für Veränderungen der Mundschleimhaut kann er andere Erkrankungen – wie Mundsoor (Pilzinfektion) oder bakterielle Stomatitiden – ausschließen, die eine andere Behandlung erfordern.
  2. Bei zusätzlichen Zahnschmerzen:
    Manchmal führen die Entzündungen an Zahnfleisch und Schleimhaut zu starken, anhaltenden Schmerzen, die durch die übliche Behandlung nicht gelindert werden. In solchen Fällen kann der Zahnarzt lokale Maßnahmen ergreifen, um die Beschwerden zu reduzieren.
  3. Für eine Kontrolle nach der Erkrankung:
    Nach dem Abklingen der akuten Symptome lohnt sich ein Nachsorgetermin. Der Zahnarzt kann prüfen, ob durch die vorübergehend eingeschränkte Mundhygiene Zahnbeläge, Entzündungen oder kleine Schäden entstanden sind und ob sich das Zahnfleisch wieder vollständig erholt hat.

Wichtig für Eltern:

Bei hohem Fieber, starker Schlappheit oder Anzeichen einer Austrocknung sollte immer zuerst der Kinderarzt aufgesucht werden. Der Zahnarzt ist in solchen Fällen unterstützend tätig – insbesondere, wenn es um die Mundgesundheit oder die Abklärung ähnlicher Krankheitsbilder geht.

Mundfäule vorbeugen: So schützen Sie Ihr Kind

Da es bislang keine Impfung gegen das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) gibt, konzentriert sich die Vorbeugung auf die Vermeidung einer Ansteckung. Das Virus ist weit verbreitet – viele Erwachsene tragen es unbemerkt in sich und können es trotzdem weitergeben.

 

Hygiene ist der beste Schutz

Die Mundfäule wird hauptsächlich über Speichel übertragen – sowohl durch Schmierinfektion als auch durch Tröpfcheninfektion. Eine konsequente Hygiene senkt das Risiko deutlich.

Hygienetipps für den Alltag

  • Händewaschen: Die Jüngeren und Betreuungspersonen sollten regelmäßig und gründlich die Hände waschen – besonders vor dem Essen und nach dem Toilettengang.
  • Eigene Gegenstände: Jüngere sollten eigenes Geschirr, Besteck, Gläser und Handtücher benutzen.
  • Reinigung von Alltagsgegenständen: Spielzeug, Schnuller, Beißringe oder Oberflächen, die mit Speichel in Kontakt kommen, regelmäßig reinigen – vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie der Kita.

 

Vorsicht bei Herpes in der Familie

Die häufigste Infektionsquelle sind Erwachsene oder ältere Geschwister, die selbst Lippenherpes (ebenfalls HSV-1) haben – oft, ohne sich der Ansteckungsgefahr bewusst zu sein.

Das sollten Eltern unbedingt vermeiden

  • Kein Küssen: Bei aktiven Herpesbläschen auf den Lippen keinen direkten Kontakt zum Kind – insbesondere kein Küssen oder Schmusen.
  • Keine Berührung der Bläschen: Falls doch, sofort Hände gründlich waschen, um eine Schmierinfektion zu verhindern.
  • Schnuller nicht ablecken: Niemals den Schnuller, Sauger oder Löffel in den eigenen Mund nehmen.
  • Stillpause bei Herpes an der Brust: Hinweis für Schwangere - Bei Herpesbläschen an der Brustwarze sollte vorübergehend nicht gestillt werden, bis die Stellen vollständig verheilt sind.

 

Immunsystem stärken – der beste Schutz von innen

Ein starkes Immunsystem kann helfen, eine Ansteckung zu verhindern oder den Verlauf zu mildern.

So unterstützen Sie die Abwehrkräfte Ihrer Nachkommenden

  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Kost mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
  • Ausreichend Schlaf und Bewegung: Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und erholsamer Schlaf stärken das Immunsystem nachhaltig.
  • Stress reduzieren: Auch Nachkommende reagieren empfindlich auf Stress – ein ausgeglichener Alltag unterstützt die natürliche Abwehr.

Ihr Kind braucht Hilfe? Finden Sie schnell einen einfühlsamen Kinderzahnarzt in Ihrer Nähe:

Fazit: Mundfäule bei Kindern – warum schnelles Handeln entscheidend ist

Die Mundfäule (Stomatitis aphthosa) ist eine schmerzhafte Erstinfektion mit dem Herpes-simplex-Virus (HSV-1), die vor allem Babys und Kleinkinder betrifft. Obwohl sie meist harmlos verläuft und von selbst abheilt, ist eine sofortige symptomatische Behandlung wichtig – um starke Schmerzen zu lindern und eine Dehydration durch Trinkverweigerung zu verhindern. Eine frühzeitige Schmerzlinderung, z. B. mit altersgerechten Schmerz- und Fiebermitteln, lokalen Mundgelen sowie kühlen, weichen Speisen, unterstützt die Heilung und verbessert das Wohlbefinden deutlich. Bei Verdacht auf Mundfäule sollte immer ein Kinderarzt aufgesucht werden. Er stellt die richtige Diagnose, legt die passende Medikamentendosierung fest und schließt andere Erkrankungen aus. Da die Mundfäule hochansteckend ist, spielt konsequente Hygiene eine zentrale Rolle: Hände regelmäßig waschen, persönliche Gegenstände nicht teilen und engen Kontakt mit Personen, die Lippenherpes haben, vermeiden. Mit Geduld, Zahnvorsorge und der richtigen Behandlung heilt die Mundfäule in der Regel nach ein bis zwei Wochen vollständig ab – und Ihr kleiner Sprössling kann sich schnell wieder wohlfühlen.

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Hinweis: Dieser zahnmedizinische Artikel soll das Verständnis und Wissen über allgemeine Mundgesundheitsthemen fördern. Er ist kein Ersatz für professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Lassen Sie sich bei Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung immer von Ihrem Zahnarzt oder einem anderen qualifizierten Gesundheitsdienstleister beraten.

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Autor:

Herr Somsak Döppers – Fachliche Leitung für digitale Zahnmedizin-Kommunikation, Head of SEO/GEO & Online-Marketing Spezialist bei DentNet.