Karies: Alles über Karies. ✅ Wie vermeiden Sie erfolgreich Karies oder Mundfäule? ✅ Alle Infos in unserem Ratgeber ➤ Hier informieren!

Alles über Karies

Karies oder auch Mundfäule ist eine bakterielle Infektion im Mundraum. Fast jeder von uns hat schon mal ein Loch im Zahn gehabt, das mit einer Plombe, wie es im Volksmund heisst, geschlossen wurde. Karies ist auch in den Industrieländern sehr weit verbreitet und trifft auch sehr junge sowie alte Patienten. Hier unsere Übersicht zum Thema Karies. Wie entsteht Karies, wie sind die Symptome und wie kann ich Karies behandeln lassen.

Hier unsere Inhaltsübersicht:

Was ist Karies?

Zahnfäule, Zahnverfall oder Hohlräume in den Zähnen, die üblicherweise als „Kavitäten“ bezeichnet werden, beginnen im Zahnschmelz, der äußeren Schutzschicht des Zahns. Bei manchen Menschen, insbesondere bei älteren Erwachsenen, löst sich daraufhin der Zahnschmelz vom Zahn und der Zahnhals wird freigelegt. Hier kann schnell Karies auftreten. Die gute Nachricht ist, dass aufgrund der jüngsten wissenschaftlichen Fortschritte die Karies in häufigen Fällen gestoppt werden kann.

Wie entsteht Karies?

Ihre Zähne sind mit einem klebrigen Bakterienfilm bedeckt, der Plaque genannt wird. Wenn Sie essen und trinken, produzieren die Bakterien in der Plaque Säuren, die zum Zerfall des Zahnschmelzes oder der Wurzeloberfläche führen können. Plaque sammelt sich um den Zahnfleischrand und auf den Kauflächen Ihrer Backenzähne im hinteren Teil Ihres Mundes, wodurch diese Bereiche einem höheren Risiko für Karies unterliegen. Je länger dieser Zahnbelag an den Zähnen haftet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Zahn geschädigt wird und durch Fäulnis ein Loch im Zahn entsteht.

Was sind die Symptome bei Karies?

Möglicherweise bemerken Sie die Anzeichen oder Symptome einer frühen Karies nicht, je weiter die Karies jedoch fortschreitet, desto mehr kann es zu Beschwerden kommen. Ist erstmal ein Loch im Zahn, ist dies auf jeden Fall mit Schmerzen verbunden. Hier einige Symtome zur möglichen Früherkennung:

  • häufig zwischen den Zähnen eingeklemmtes Essen
  • Unbehagen oder Schmerzen im oder um den Mund
  • Schwierigkeiten beim Kauen bestimmter Nahrungsmittel
  • Empfindlichkeit gegenüber Hitze, Kälte oder sogar süßen Lebensmitteln
  • Mundgeruch
  • weiße, später dunkle Flecken auf den Zähnen. 

Wie sieht die Behandlung bei Karies aus? 

Fortgeschrittene Karies kann schmerzhaft sein und zum Verlust Ihres Zahnes führen. Ohne Behandlung können Bakterien durch den Zahn wandern und sich unter dem Zahnfleisch zu einem Abszess – einer schweren Infektion – entwickeln. Diese Infektion kann sich auf andere Körperteile ausbreiten und dort ebenfalls schmerzhafte Folgeschäden anrichten. Dank wissenschaftlicher Fortschritte ist es Ihrem Zahnarzt möglich, Ihnen aufzuzeigen, wie man Karies im frühen Stadium verhindert und durch Spülungen, Pasten, Beschichtungen oder Füllstoffe, welche Fluorid, Calcium oder Phosphate enthalten, bestmöglich behandeln kann.

Diese Substanzen sind die Bausteine ​​des harten Zahnschmelzes und können zur Zahnreparatur beitragen. Jedoch ist diese sogenannte Remineralisierung als Behandlung nicht immer erfolgreich. Den größten Erfolg werden Patienten haben, wenn sie die Empfehlungen ihres Zahnarztes in Bezug auf die Verbesserung der häuslichen Pflege befolgen und es erst gar nicht zu Karies im Mund kommen kann. Im schlimmsten Fall muss der Zahnarzt die Karies entfernen und den Zahn dann wieder neu aufbauen. Die Zahnfäule wird durch einen Bohrer oder neuerdings mit einem Laser entfernt und das Loch im Zahn mit einer Füllung versehen. Bei den Füllungen stehen verschiedene Füllmaterialien zur Auswahl. Alternativ kann das Loch aber auch mit einem Inlay aus Gold oder Keramik geschlossen werden.

Sind Zahnkronen eine Lösung bei Karies?

Wenn der von Karies befallene Bereich klein ist, kann eine Zahnfüllung helfen. Wenn Karies die Zahnstruktur stärker geschädigt hat, muss Ihr Zahnarzt möglicherweise eine Krone über den Restzahn setzen. In anderen schweren Fällen bleibt nicht genügend gesunder Zahn übrig, und der Zahn muss gezogen werden.

Wie beuge ich Karies vor?

Eine gute Zahnhygiene ist der erste Schritt, um Karies vorzubeugen. Lesen Sie auch unseren Ratgebertext mit nützlichen Tipps zur Pflege Ihrer Zahngesundheit. Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta und reinigen Sie die Zähne einmal täglich mit Zahnseide oder anderen Interdentalreinigern. Trinken Sie nach Möglichkeit fluoridhaltiges Wasser, um Ihren Zahnschmelz zu stärken. Ernähren Sie sich gesund. Begrenzen Sie das Naschen und Trinken von Getränken, die viel Zucker oder Säure enthalten. Ihr Zahnarzt kann eine Fissurenversiegelung, eine Schutzbeschichtung, auf die Kauflächen der hinteren Zähne auftragen. Dieses versiegelt die Furchen und Rillen und ebnet auf diese Weise Stellen, an denen sich Bakterien ansammeln können. Regelmäßige Kontrollen bei Ihrem Zahnarzt geben Ihnen die Gewissheit, dass es weder Fäule, noch Löcher in Ihren Zähnen gibt und dass die Entstehung schnell behandelt werden kann.

Wie verbessere ich meine Mundgesundheit?

Immer mehr Produkte helfen bei der Behandlung und Vorbeugung von Karies. Warum auf die Entstehung einer Kavität warten? Warum ein Loch im Zahn riskieren? Besuchen Sie regelmäßig Ihren Zahnarzt, um professionelle Zahnreinigungen und eine eingehende Untersuchung durchführen zu lassen. Informieren Sie sich über die neuesten Mundhygiene-Techniken. So verbessern Sie Ihre Mundgesundheit nachhaltig.

Informieren Sie sich auch in unseren Ratgebertexten zum Thema Mundgesundheit:

Hilft Kaugummikauen, um Karies zu vermeiden?

Klinische Studien haben gezeigt, dass das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi für 20 Minuten nach den Mahlzeiten Karies vorbeugen kann. Das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi erhöht den Speichelfluss und wäscht Nahrung als auch andere Ablagerungen weg. Die von Bakterien im Mund produzierten Säuren werden so neutralisiert, wodurch Krankheitsherde im Mundraum bekämpft werden. Ein erhöhter Speichelfluss trägt auch zur Produktion von mehr Kalzium und Phosphat bei, was den Zahnschmelz stärkt. Achten Sie auf den Vermerk "zuckerfrei" auf der Kaugummi Verpackung, um ganz sicher zu sein, ein zuckerfreies Produkt zu kauen.

Natürlich erhöht das Kauen von zuckerhaltigem Kaugummi auch den Speichelfluss, hat jedoch den Nachteil, dass der Zucker von Plaquebakterien in Säuren umgewandelt wird, der Zahnverfall begünstigt.

Zuckerfreier Kaugummi sollte jedoch auf keinen Fall das Zähneputzen und Zahnseide ersetzen. Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt weiterhin, die Zähne zweimal täglich mit Fluorid-Zahnpasta zu putzen und die Zahnzwischenräume einmal täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten zu reinigen.

Fazit

Zahnärzte sind sich einig, dass eine optimale Mundpflege und gute Zahnhygiene der beste Weg zur Karies-Vorbeugung sind. Besuche Deinen Zahnarzt regelmäßig um Deinen Mund und Deinen Körper gesund zu halten. Ist es trotzdem zu einem Loch im Zahn gekommen, muss der Zahnarzt die betroffen Stellen von der Fäule befreien und den Zahn bestmöglich wieder aufbauen.

Nach oben