Ob Planung, Anpassung oder Nachsorge – im DentNet erhalten Sie qualitätsgeprüften Zahnersatz, der höchsten medizinischen Standards entspricht und Ihnen langlebige, ästhetische Ergebnisse für Ihr natürliches Lächeln bietet.
Zum Zahnersatz
Geht ein Zahn durch Karies, Unfall oder Abnutzung stark verloren oder wird er massiv geschwächt, betrifft das nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Funktion des gesamten Kauapparats. Zum Glück hält die moderne Zahnmedizin mit der Zahnkrone eine bewährte und langlebige Möglichkeit bereit, beschädigte Zähne zu stabilisieren, ihre natürliche Form zu rekonstruieren und das volle Kaugefühl zurückzugeben.
- Doch was genau ist eine Zahnkrone eigentlich?
- Welche Materialien – von robustem Gold über edles Zirkon bis hin zu hochästhetischer Vollkeramik – kommen zum Einsatz?
- Und wie sieht es mit den Kosten und der Beteiligung der Krankenkasse aus?
In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die künstliche Zahnkrone wissen sollten: wann sie notwendig ist, wie die Behandlung abläuft und welche Pflegetipps helfen, die neue Krone lange schön und funktionstüchtig zu halten. So können Sie Ihre Entscheidung rund um den Zahnersatz gut informiert und mit einem sicheren Gefühl treffen.
Was ist eine Zahnkrone – und wann wird sie notwendig?
Eine Zahnkrone ist ein künstlicher Zahnersatz, der den sichtbaren Teil eines stark beschädigten oder geschwächten Zahns wie eine schützende Kappe umhüllt. Sie stellt die ursprüngliche Form, Kaufunktion und Ästhetik des Zahns wieder her und trägt dazu bei, den natürlichen Zahn langfristig zu erhalten. Im Gegensatz zu einer einfachen Füllung handelt es sich bei der Zahnkrone um eine präzise Maßanfertigung, die passgenau auf den zuvor beschliffenen Zahnstumpf gesetzt und dort dauerhaft befestigt wird.
Wann wird eine Zahnkrone eingesetzt?
Eine Überkronung ist immer dann sinnvoll, wenn die verbliebene Zahnsubstanz zu stark geschädigt ist, um sie mit einer Füllung oder einem Inlay dauerhaft zu stabilisieren.
Typische Indikationen für den Einsatz einer Zahnkrone sind:
Starke Zerstörung durch Karies oder Unfall:
- Wenn ein großer Teil des Zahns durch tiefe Karies oder eine Verletzung verloren gegangen ist, sorgt die Krone für Stabilität und Schutz vor weiterem Bruch.
Schwache oder frakturgefährdete Zähne (z. B. nach Wurzelbehandlung):
- Nach einer Wurzelkanalbehandlung verliert der Zahn oft an Elastizität und wird spröde – eine Krone beugt Rissen und Brüchen vor.
Zahnersatz auf einem Implantat:
Verankerung für Brücken oder Prothesen:
Ästhetische Korrekturen:
- Bei stark verfärbten, deformierten oder fehlgestellten Zähnen kann eine Keramikkrone das harmonische Gesamtbild des Lächelns wiederherstellen – besonders dann, wenn Veneers oder Kompositfüllungen nicht ausreichen.
Zahnkronen lassen sich unterscheiden
Zahnkronen lassen sich auch nach dem Umfang der Abdeckung unterscheiden. Entscheidend ist dabei, welcher Anteil des natürlichen Zahns durch die Krone verdeckt oder ersetzt wird.
| Art der Krone | Beschreibung & Anwendungsbereich |
| Teilkrone | Eine Teilkrone bedeckt nur einen Teil des Zahns – meist die Kaufläche und angrenzende Seitenflächen. Sie gilt als besonders zahnschonend, da ein großer Teil der gesunden Zahnsubstanz erhalten bleibt. Einsatzgebiet: Ideal bei mittleren Zahndefekten, wenn eine Füllung nicht mehr ausreicht, der Zahn jedoch noch stabil ist. |
| Vollkrone | Eine Vollkrone umschließt den gesamten sichtbaren Teil des Zahns wie eine schützende Kappe und ersetzt die natürliche Zahnkrone vollständig. Einsatzgebiet: Wird verwendet, wenn der Zahn durch Karies, Abbruch oder Risse stark beschädigt ist und maximale Stabilität benötigt wird. |
| Dreiviertelkrone | Diese Kronenart ist eine Zwischenform zwischen Teil- und Vollkrone und bedeckt etwa drei Viertel des Zahns. Einsatzgebiet: Wird heute seltener verwendet, da moderne Teilkronen meist die schonendere Alternative darstellen. |
Eine weitere Klassifizierung betrifft die Funktion der Zahnkrone im Gebiss. Dabei wird unterschieden, welchen Zweck die Krone innerhalb der gesamten Zahnersatz-Konstruktion erfüllt.
| Art der Krone | Funktion & Beispiel |
| Ersatzkrone (Mantelkrone) | Die Ersatzkrone – auch Mantelkrone genannt – rekonstruiert den beschädigten Zahn vollständig und stellt seine natürliche Form und Funktion wieder her. Beispiel: Wird häufig eingesetzt nach einer Wurzelbehandlung oder bei einem ausgedehnten Kariesdefekt. |
| Schutzkrone | Eine Schutzkrone bewahrt empfindliche oder geschwächte Zahnsubstanz – insbesondere freiliegendes Dentin – vor weiteren Schäden. Beispiel: Anwendung bei starkem Zahnverschleiß (Abrasion) oder genetisch bedingten Schmelzdefekten. |
| Verankerungskrone (Ankerkrone) | Diese Kronenart dient der Stabilisierung und Befestigung von weiterem Zahnersatz, etwa Zahnbrücken oder Zahnprothesen. Beispiel: Überkronter Zahn, der als Brückenpfeiler zur Verankerung einer Zahnbrücke verwendet wird. |
| Teleskopkrone | Eine Teleskopkrone besteht aus zwei Teilen – einer Innen- und einer Außenkrone – und sorgt für sicheren Halt von herausnehmbaren Teilprothesen. Beispiel: Wird zur stabilen Befestigung von Teilprothesen eingesetzt. |
Hinweis: Eine weitere wichtige Einteilung bezieht sich auf das Material der Zahnkrone. Hier unterscheidet man unter anderem zwischen Vollkeramikkronen, Vollgusskronen und Verblendmetallkeramik-Kronen (VMK).
Das richtige Material für Ihre Zahnkrone – Metall, Keramik oder Verblendung?
Die Wahl des Materials einer Zahnkrone entscheidet über ihre Stabilität, Ästhetik und Lebensdauer – und wirkt sich auch auf die Zahnersatz Kosten aus. In der modernen Zahnmedizin stehen heute unterschiedliche, erprobte Materialien zur Auswahl, die sich individuell an Ihre Ansprüche und den jeweiligen Zahnbereich anpassen lassen.
Gängigste Kronen-Materialien im Überblick
| Material-Typ | Beschreibung, Vorteile & Nachteile |
| Vollgusskrone | Gefertigt aus Edelmetallen wie Goldlegierungen oder aus Nichtedelmetallen (z. B. Chrom-Kobalt-Molybdän). Diese Kronen gelten als Klassiker in der Zahnmedizin. Vorteile: Sehr langlebig, stabil und verschleißfest. Besonders Goldlegierungen sind hervorragend verträglich. Nachteile: Deutlich sichtbare Metallfarbe, die ästhetisch stören kann. Zudem kann die geringe Wärmeleitfähigkeit zu Temperaturempfindlichkeit führen. |
| Verblendkrone (VMK-Krone) | Diese Kombination aus einem stabilen Metallkern (meist Gold oder Nichtedelmetall) und einer keramischen Verblendung bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Festigkeit und natürlicher Optik. Vorteile: Gute Ästhetik durch zahnfarbene Keramikschicht, gleichzeitig hohe Stabilität dank des Metallkerns. Nachteile: Der Metallrand kann mit der Zeit am Zahnfleisch sichtbar werden. Ästhetisch etwas weniger natürlich als reine Keramikkronen. |
| Vollkeramikkrone | Besteht vollständig aus Keramik – meist Feldspatkeramik oder hochfester Zirkonoxid-Keramik. Sie ist die modernste und ästhetisch anspruchsvollste Variante der Zahnkrone. Vorteile: Besonders natürliches Aussehen dank Lichtdurchlässigkeit, vollständig metallfrei und biokompatibel – ideal für Allergiker. Nachteile: Etwas kostspieliger in der Herstellung, zudem kann Keramik bei starker Belastung eher splittern als Metall. |
Ästhetik und Allergien: Worauf es bei der Materialwahl ankommt
Die Entscheidung für ein bestimmtes Zahnkronenmaterial hängt stark davon ab, an welcher Stelle im Gebiss die Krone eingesetzt wird und welche Ansprüche an Aussehen, Natürlichkeit und Verträglichkeit bestehen.
Ästhetik: Frontzähne vs. Backenzähne
| Einsatzbereich | Empfehlung |
| Frontzähne (sichtbarer Bereich) | Empfohlenes Material: Vollkeramikkrone (z. B. Zirkon) Begründung: Sie ist am naturgetreuesten, da sie Licht ähnlich wie der natürliche Zahnschmelz durchscheinen lässt und keine dunklen Metallränder entstehen. |
| Seitenzähne (sichtbarer Bereich) | Empfohlenes Material: Verblendkrone (VMK) oder Vollkeramikkrone Begründung: Die VMK bietet hier eine sehr stabile und ästhetisch ansprechende Lösung. Bei sehr hohen ästhetischen Ansprüchen oder im Übergangsbereich wird Vollkeramik gewählt. |
| Hintere Backenzähne (nicht sichtbar) | Empfohlenes Material: Vollgusskrone oder Verblendkrone Begründung: Hier steht die Kau-Stabilität im Vordergrund. Die Vollgusskrone ist oft die stabilste und kostengünstigste Option. |
Biokompatibilität und Verträglichkeit
Die Verträglichkeit des verwendeten Materials spielt bei der Wahl einer Zahnkrone eine entscheidende Rolle - insbesondere für Patienten mit sensiblen Schleimhäuten oder bekannten Metallallergien.
- Vollkeramikkronen, vor allem aus Zirkonoxid, gelten als besonders biokompatibel. Sie sind metallfrei, verursachen kaum Reizungen am Zahnfleisch und eignen sich daher hervorragend für allergieempfindliche Patienten.
- Goldlegierungen werden seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt und zeichnen sich ebenfalls durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Sie sind stabil, langlebig und selten mit allergischen Reaktionen verbunden.
- Nichtedelmetall-Legierungen (NEM) bieten eine robuste und kostengünstige Alternative. Obwohl sie in der Regel gut verträglich sind, können sie bei sehr wenigen Patienten Unverträglichkeiten hervorrufen. Aus ästhetischen Gründen kommen NEM-Kronen im sichtbaren Zahnbereich meist nur mit Keramikverblendung zum Einsatz.
Der Weg zur Zahnkrone: So läuft die Behandlung ab
Das Einsetzen einer Zahnkrone erfolgt in der Regel über zwei bis drei Zahnarzttermine. Dabei handelt es sich um einen präzisen, mehrstufigen Prozess, der in enger Abstimmung zwischen Zahnarzt und Dentallabor durchgeführt wird.
1. Vorbereitung und Präparation
Zunächst wird der betroffene Zahn gründlich vorbereitet, um später die Krone passgenau aufnehmen zu können.
Untersuchung und Behandlungsplanung:
Lokale Betäubung:
Beschleifen des Zahnes (Präparation):
- Anschließend wird der Zahn gleichmäßig beschliffen, um Platz für die Krone zu schaffen. Der verbleibende Teil wird als Zahnstumpf bezeichnet. Die Menge des abgetragenen Materials richtet sich nach dem späteren Kronenmaterial – Vollkeramikkronen benötigen beispielsweise etwas mehr Platz als Metallkronen.
2. Abdrucknahme und provisorische Versorgung
Nach der Präparation wird die Grundlage für die endgültige Krone geschaffen und der Zahn vorübergehend geschützt.
Abdruck oder digitaler Scan:
- Es wird ein präziser Abdruck des präparierten Zahns und des Gegenkiefers erstellt – entweder klassisch mit Abdruckmasse oder digital per Intraoralscanner. Diese Daten dienen dem Zahntechniker als exakte Vorlage.
Farb- und Formbestimmung:
- Die natürliche Zahnfarbe wird bestimmt, damit die Krone sich harmonisch in das Gebiss einfügt – besonders wichtig bei Keramikkronen im sichtbaren Bereich.
Provisorische Krone:
3. Herstellung der Krone im Dentallabor
Der Abdruck oder die Scandaten werden an das zahntechnische Labor übermittelt, wo die Krone individuell gefertigt wird. Der Zahntechniker modelliert die Krone präzise nach Form, Farbe und Materialvorgaben des Zahnarztes. Je nach Werkstoff erfolgt die Herstellung durch Gussverfahren (Metall), Brennverfahren (Keramik) oder Fräsen (Zirkon). Die fertige Krone wird so gestaltet, dass sie funktionell in den Biss passt und die natürliche Zahnform exakt nachbildet. Dieser Schritt nimmt – je nach Verfahren – einige Tage bis zu zwei Wochen in Anspruch.
4. Einprobe und endgültige Befestigung
Im nächsten Termin wird die fertige Krone eingesetzt und final angepasst.
Entfernung des Provisoriums:
- Zuerst wird die provisorische Krone entfernt und der Zahnstumpf gründlich gereinigt.
Anprobe und Kontrolle:
- Die neue Krone wird aufgesetzt und auf Passgenauigkeit, Bisslage (Okklusion), Randschluss und ästhetisches Erscheinungsbild überprüft. Falls nötig, erfolgen kleine Korrekturen.
Dauerhafte Befestigung:
- Anschließend wird die Krone mit Spezialzement oder Haftkleber fixiert – je nach Material.
- Metall- und Verblendkronen werden in der Regel zementiert,
- Vollkeramikkronen häufig adhäsiv verklebt.
Nach dem Entfernen überschüssigen Materials ist die Krone sofort belastbar und der Zahn wieder voll funktionsfähig.
Haltbarkeit, Pflege und mögliche Risiken einer Zahnkrone
Auch wenn eine Zahnkrone als äußerst stabil und langlebig gilt, benötigt sie – wie jeder Zahnersatz – regelmäßige Pflege. Zudem können, trotz größter Sorgfalt, bestimmte Risiken oder Komplikationen auftreten.
Haltbarkeit: Wie lange hält eine Zahnkrone?
Die Lebensdauer einer modernen Zahnkrone liegt im Durchschnitt zwischen 10 und 20 Jahren. Hochwertige Materialien, präzise Passung und sorgfältige Mundhygiene können diese Lebensdauer jedoch deutlich verlängern – viele Kronen halten sogar 25 Jahre oder länger.
Die Haltbarkeit hängt im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab:
Material:
- Vollgusskronen (Metall) sind besonders widerstandsfähig und gelten als die haltbarste Variante.
- Vollkeramik- und Verblendkronen überzeugen durch Ästhetik und gute Haltbarkeit, können jedoch bei starker mechanischer Belastung – etwa durch Zähneknirschen – zu feinen Abplatzungen (Chipping) neigen.
Mundhygiene:
- Gründliche Zahnpflege schützt den empfindlichen Übergangsbereich zwischen Krone und Zahnfleisch vor Karies und Entzündungen.
Passgenauigkeit:
- Eine präzise angefertigte Krone mit optimalem Randschluss verhindert das Eindringen von Bakterien und beugt Sekundärkaries vor.
Kaukraft und Gewohnheiten:
- Bruxismus (Zähneknirschen) oder häufiges Kauen auf sehr harten Gegenständen kann die Krone übermäßig belasten und ihre Lebensdauer verkürzen.
Pflegetipps: So bleibt Ihre Zahnkrone lange intakt
Die Pflege einer Zahnkrone unterscheidet sich kaum von der täglichen Zahnpflege – sie sollte jedoch besonders gründlich sein, um die empfindliche Kronenbasis zu schützen.
Regelmäßiges Zähneputzen:
Mindestens zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta, um Beläge und Bakterien zu reduzieren.
Reinigung der Zahnzwischenräume:
Besonders wichtig ist der Bereich zwischen Kronenrand und Zahnfleisch.
Verwenden Sie dafür:
- Zahnseide (z. B. Superfloss oder spezielle Fäden für Brücken)
- Interdentalbürsten, um auch schwer zugängliche Stellen zu reinigen.
Regelmäßige Zahnarztkontrollen:
Mindestens zweimal pro Jahr sollte die Krone im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung (PZR) überprüft werden. Dabei werden Kronenränder und Zahnfleisch besonders gründlich gereinigt.
Schutz bei Zähneknirschen:
Wer unter nächtlichem Bruxismus leidet, sollte eine Aufbissschiene tragen. Sie schützt Krone und natürliche Zähne vor Abrieb und Schäden.
Mögliche Komplikationen und Risiken
Trotz moderner Technik und präziser Ausführung können in Einzelfällen Probleme auftreten:
Empfindlichkeiten:
- Kurz nach dem Einsetzen kann der Zahn vorübergehend sensibel auf Temperaturreize reagieren. Diese Beschwerden klingen meist innerhalb weniger Tage oder Wochen ab.
Reizung oder Schädigung des Zahnnervs:
Sekundärkaries:
- Wenn die Krone nicht exakt abschließt oder unzureichend gepflegt wird, können Bakterien am Rand eindringen und den Zahnstumpf schädigen – der häufigste Grund für einen späteren Kronenwechsel.
Ablösen oder Lösen der Krone:
- Mit der Zeit kann sich der Befestigungszement lösen. In den meisten Fällen lässt sich die Krone jedoch problemlos wieder befestigen, sofern der Zahnstumpf intakt bleibt.
Abplatzungen der Verblendung (Chipping):
- Bei Keramik- oder Verblendkronen kann es zu kleinen Absplitterungen kommen, etwa durch hohe Kaukräfte. Kleinere Defekte lassen sich meist direkt in der Praxis reparieren.
Kosten einer Zahnkrone: Was übernimmt die Krankenkasse?
Die Kosten für eine Zahnkrone können je nach Material, Aufwand und individueller Situation deutlich variieren. Sie setzen sich in der Regel aus zahnärztlichen Leistungen (Behandlung, Vorbereitung, Einsetzen) und den zahntechnischen Arbeiten (Herstellung der Krone im Labor) zusammen.
Für gesetzlich Versicherte ist dabei besonders wichtig zu wissen:
- Die Krankenkasse beteiligt sich nicht prozentual an den Gesamtkosten, sondern gewährt einen festen Zuschuss zur sogenannten Regelversorgung. Alles, was über diese Basisversorgung hinausgeht – etwa ästhetisch hochwertigere Materialien wie Keramik – muss vom Patienten selbst getragen werden.
Kostenübersicht: Durchschnittliche Preise pro Zahnkrone
Die tatsächlichen Preise können regional und je nach Zahnarztpraxis oder Labor schwanken. Die folgenden Werte bieten jedoch eine realistische Orientierung für die Gesamtkosten inklusive Labor und Behandlung:
(Die genauen Zahlen kannst du hier individuell ergänzen, z. B. nach aktuellem Stand oder Preisspannen aus deiner Praxis.)
| Kronen-Art | Details |
| Vollgusskrone (NEM) | Material: Nichtedelmetall-Legierung Ungefähre Gesamtkosten (ohne Kassenabzug): ca. 300 € bis 600 € |
| Verblendkrone (VMK) | Material: Metallkern, teilweise keramisch verblendet Ungefähre Gesamtkosten (ohne Kassenabzug): ca. 500 € bis 800 € |
| Vollkeramikkrone (Zirkon) | Material: Metallfreie Hochleistungskeramik Ungefähre Gesamtkosten (ohne Kassenabzug): ca. 800 € bis 1.500 € |
Tipp: Mit einem Bonusheft, das regelmäßige Zahnarztbesuche nachweist, kann sich der Festzuschuss um bis zu 30 % erhöhen. Wer zudem eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen hat, kann je nach Tarif einen großen Teil der Eigenkosten erstattet bekommen.
Kassenleistung: Der gesetzliche Festzuschuss
In Deutschland übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bei einer Zahnkrone keinen prozentualen Anteil der Gesamtkosten, sondern gewährt einen befundbezogenen Festzuschuss. Das bedeutet: Die Höhe der Kostenbeteiligung richtet sich nach dem zahnärztlichen Befund und der dafür vorgesehenen Regelversorgung – also der medizinisch notwendigen Standardlösung.
Wie funktioniert der Festzuschuss?
- Befundbezogene Berechnung:
Grundlage für den Zuschuss ist der konkrete Befund, zum Beispiel „Zahn muss überkront werden“. Dafür ist im Leistungskatalog der GKV eine Standardtherapie (Regelversorgung) definiert.
Regelversorgung:
- Im Seitenzahnbereich (Backenzähne) gilt in der Regel eine Vollgusskrone aus Nichtedelmetall (NEM) als Standard.
- Im Front- und Eckzahnbereich wird meist eine teilverblendete Metallkeramikkrone (VMK) als ästhetisch ansprechendere Regelversorgung anerkannt.
Höhe des Zuschusses:
- Die GKV übernimmt 60 % der Kosten der jeweiligen Regelversorgung.
- Mit einem lückenlos geführten Bonusheft steigt der Zuschuss:
- auf 70 % bei fünf Jahren regelmäßiger Vorsorge,
- und auf 75 % bei zehn Jahren nachgewiesenem Zahnarztbesuch.
Wichtig zu wissen
- Der Festzuschuss ist ein fester Betrag – er bleibt gleich, unabhängig davon, welches Material oder welche Ausführung Sie wählen.
- Entscheiden Sie sich also statt der Regelversorgung für eine hochwertigere Vollkeramikkrone, müssen Sie die Mehrkosten selbst tragen.
Der Eigenanteil: Was Sie selbst bezahlen müssen
Der Eigenanteil bezeichnet den Kostenbetrag, den Patientinnen und Patienten nach Abzug des gesetzlichen Festzuschusses selbst tragen müssen.
Berechnungsformel:
- Eigenanteil = Gesamtkosten der gewählten Krone – Festzuschuss der Krankenkasse
Die Höhe dieses Eigenanteils hängt maßgeblich davon ab, welche Versorgungsart Sie wählen – also ob Sie sich für die Regelversorgung oder eine ästhetisch bzw. qualitativ hochwertigere Lösung entscheiden.
Regelversorgung – die günstigste Option
- Entscheiden Sie sich für die von der Krankenkasse vorgesehene Standardversorgung, fällt der Eigenanteil am geringsten aus.
- Mit einem lückenlos geführten Bonusheft kann er sich deutlich reduzieren – in manchen Fällen sogar vollständig entfallen.
Gleichartige Versorgung – mit moderaten Mehrkosten
Bei einer gleichartigen Versorgung wird der gleiche Befund (z. B. „Zahn muss überkront werden“) behandelt, jedoch mit höherwertigen Materialien oder Techniken.
Ein Beispiel: Sie wählen eine Goldgusskrone statt der vorgesehenen Nichtedelmetall-Krone (NEM).
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt weiterhin den Festzuschuss der Regelversorgung, die Mehrkosten für das teurere Material tragen Sie selbst.
Andersartige Versorgung – mit hohem Eigenanteil
- Bei einer andersartigen Versorgung – also einer Lösung, die über die Regelversorgung hinausgeht – fällt der Eigenanteil deutlich höher aus.
- Ein typisches Beispiel ist die Vollkeramikkrone:
Da sie nicht zur Regelversorgung zählt, wird nur der Festzuschuss für die einfache Metallkrone angerechnet. Die Differenz zu den tatsächlichen Gesamtkosten tragen Sie vollständig selbst.
Die Rolle der Zahnzusatzversicherung
Eine Zahnzusatzversicherung (ZZV) kann eine wertvolle Unterstützung sein, um den Eigenanteil bei einer Zahnkrone deutlich zu reduzieren – oder in manchen Fällen sogar vollständig abzudecken.
Kostenübernahme durch die Zusatzversicherung
- Je nach gewähltem Tarif übernimmt die Versicherung einen prozentualen Anteil der Restkosten, die nach Abzug des gesetzlichen Festzuschusses verbleiben.
- Typischerweise werden 70 %, 80 % oder bis zu 90 % der verbleibenden Behandlungskosten erstattet.
Sinnvoll bei hochwertigen Versorgungen
- Besonders bei der Entscheidung für ästhetisch anspruchsvolle Vollkeramikkronen oder Zirkonkronen zahlt sich eine Zahnzusatzversicherung aus.
- Da die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in diesen Fällen nur den Basiszuschuss für die Regelversorgung übernimmt, kann eine Zusatzversicherung die Mehrkosten für Material und Labor gezielt auffangen.
Tipp: Heil- und Kostenplan einreichen
Vor Beginn der Behandlung stellt der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan (HKP) aus. Dieser sollte immer vor Behandlungsbeginn sowohl bei der gesetzlichen Krankenkasse als auch bei der Zahnzusatzversicherung eingereicht werden.
So erfahren Sie vorab,
- welche Zuschüsse Sie erhalten,
- wie hoch Ihr tatsächlicher Eigenanteil ausfällt,
- und ob sich gegebenenfalls eine Anpassung oder Erweiterung des Tarifs lohnt.
Fazit: Die Zahnkrone – eine langfristige Lösung für gesunde Zähne
Eine Zahnkrone ist eine bewährte Art des Zahnersatzes, um geschwächte oder stark beschädigte Zähne zu schützen und ihre Funktion dauerhaft zu erhalten. Sie verbindet Stabilität, Ästhetik und Langlebigkeit und ermöglicht eine natürliche Rekonstruktion, die sich optisch kaum von echten Zähnen unterscheidet.
Moderne Zahnkronen überzeugen durch eine hohe Haltbarkeit – bei guter Pflege oft über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Ihr Zahnarzt wählt gemeinsam mit Ihnen die passende Art der Krone, abgestimmt auf Material, Einsatzort und persönliche Ansprüche. Auch die Kosten variieren je nach Material, Aufwand und gewünschtem ästhetischem Ergebnis. Während die gesetzliche Krankenkasse einen festen Zuschuss leistet, lohnt sich der Blick auf hochwertige, langlebige Kronen, die langfristig zur Zahngesundheit beitragen.
Mit der richtigen Pflege, regelmäßigen Kontrollen und einer individuell angepassten Lösung bleibt Ihre Zahnkrone ein natürlicher, funktioneller und ästhetischer Begleiter – für ein gesundes Lächeln und starke Zähne über viele Jahre hinweg.
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