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Der eigene Zahn als Knochenersatz: Nutzen, Grenzen und Kosten

Ein gezogener Zahn muss nicht in den Abfall. Aufbereitet kann sein Dentin das leere Zahnfach stabilisieren. Was Studien zeigen, wie die Aufbereitung abläuft und was Sie selbst zahlen.

Inhalt

    Ein gezogener Zahn kann gereinigt, gemahlen und als Knochenersatzmaterial in das leere Zahnfach zurückgegeben werden. Sein Dentin ist dem Knochen chemisch ähnlich und stammt vom Patienten selbst. Studien zeigen, dass so weniger Kieferknochen verloren geht als ohne Auffüllung. Die Leistung ist privat zu zahlen; ob sie sinnvoll ist, hängt von der weiteren Planung ab, meist von einem Implantat.

    Nach dem Ziehen eines Zahns beginnt der Kieferknochen an dieser Stelle zu schwinden. Das verändert den Verlauf des Zahnfleischs und kann ein späteres Implantat erschweren. Um das zu bremsen, füllen Praxen das leere Zahnfach mit Knochenersatzmaterial auf. Der eigene Zahn als Knochenersatz ist eine der Möglichkeiten dafür. Dieser Beitrag erklärt, warum er sich eignet, wie die Aufbereitung abläuft, was Studien zeigen und welche Kosten entstehen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Material stammt aus dem eigenen, gerade entfernten Zahn. Als Füllmaterial sind tierisches Material, Spenderknochen oder synthetischer Ersatz dann nicht nötig.
    • Dentin besteht zu rund 70 Prozent aus Mineral, vor allem Hydroxylapatit, und enthält Wachstumsfaktoren wie BMP-2 und TGF-β.
    • In Metaanalysen bleibt mit Dentin mehr Knochenbreite erhalten als bei natürlicher Heilung. Der Unterschied liegt bei ein bis zwei Millimetern.
    • Die Studien sind klein und kurz. Ob Implantate dadurch länger halten, ist nicht belegt.
    • Das Auffüllen des Zahnfachs ist keine Kassenleistung. Lassen Sie sich die Kosten vorab schriftlich aufstellen.

    Warum baut sich der Kieferknochen nach dem Zahnziehen ab?

    Der Knochen um die Zahnwurzel ist auf den Zahn angewiesen. Fehlt der Zahn, baut der Körper diesen Knochen um und teilweise ab.

    Eine systematische Übersicht von 20 Studien fand in den ersten sechs Monaten nach einer Zahnentfernung einen Breitenverlust des Kieferkamms von 29 bis 63 Prozent und einen Höhenverlust von 11 bis 22 Prozent. Der größte Teil davon geschieht in den ersten drei bis sechs Monaten. Eine Verlaufsstudie über zwölf Monate bestätigt, dass die wesentlichen Veränderungen im ersten Jahr nach der Entfernung stattfinden.

    Der Knochenabbau nach einer Zahnentfernung ist ein normaler Umbauprozess und kein Behandlungsfehler. Er hat aber Folgen: Das Zahnfleisch sinkt ein, unter einem Brückenglied entsteht mit der Zeit ein Spalt, und für ein Zahnimplantat fehlt später oft die nötige Breite. Dann wird ein Knochenaufbau als eigener Eingriff nötig, im Oberkiefer manchmal ein Sinuslift.

    Was ist eine Socket Preservation?

    Socket Preservation bedeutet, dass das leere Zahnfach, die Alveole, direkt nach der Zahnentfernung mit einem Material gefüllt und abgedeckt wird, damit möglichst viel Knochen erhalten bleibt. Auf Deutsch spricht man auch von Kieferkammerhalt oder Alveolenerhalt.

    Die Wirksamkeit ist gut belegt. Eine Metaanalyse von 22 randomisierten Studien zeigt, dass das Auffüllen des Zahnfachs im Vergleich zur reinen Zahnentfernung rund 2 Millimeter Breite und 1,7 Millimeter Höhe an Knochen bewahrt. Ganz verhindern lässt sich der Abbau nicht. Den allgemeinen Ablauf beschreibt der Ratgeber zur Socket Preservation.

    Als Füllmaterial kommen mehrere Gruppen infrage:

    MaterialHerkunftStärkenGrenzen
    Eigener Knochen (autogen)Kinn, Kieferwinkel oder Beckenkammkörpereigen, gilt als Referenzzweite Operationswunde, begrenzte Menge
    Eigener Zahn (autogenes Dentin)der gerade entfernte Zahnkörpereigen, keine zweite Entnahmestelle, enthält Wachstumsfaktorennur möglich, wenn ein geeigneter Zahn entfernt wird; Studien klein und kurz
    Tierischer Knochen (xenogen)Rind oder Schwein, industriell aufbereitetseit Jahrzehnten erprobt, formstabilFremdmaterial; Reste bleiben lange im Knochen nachweisbar
    Spenderknochen (allogen)menschliche Spender, aufbereitetkein zweiter EingriffFremdmaterial, Aufklärung zur Herkunft nötig
    Synthetisch (alloplastisch)im Labor hergestellt, etwa Kalziumphosphatkein biologisches Ausgangsmaterialohne eigene Wachstumsfaktoren

    Eigenblutprodukte wie PRF werden oft zusätzlich eingesetzt. Was sie leisten und wo ihre Grenzen liegen, steht im Ratgeber zu Eigenblut beim Zahnimplantat.

    Warum eignet sich ein Zahn als Knochenersatzmaterial?

    Zahn und Knochen sind aus denselben Bausteinen aufgebaut. Dentin, das Zahnbein unter dem Schmelz, besteht nach einer Fachübersicht aus dem Implantologie Journal zu 70 Prozent aus anorganischen Bestandteilen, vor allem Hydroxylapatit, zu 20 Prozent aus organischem Material, vor allem Kollagen, und zu 10 Prozent aus Wasser. Mehr zum Aufbau steht im Ratgeber Dentin, das Zahnbein.

    Hinzu kommen Wachstumsfaktoren. Nach einem Fachbeitrag im Swiss Dental Journal begünstigen die im Dentin enthaltenen Proteine BMP-2 und TGF-β den Umbau zu Knochen. Die Partikel verwachsen zunächst mit dem umgebenden Knochen und werden dann nach und nach umgebaut.

    Der zweite Grund ist die Herkunft. Das Dentin stammt vom Patienten selbst, es ist also körpereigen. Eine Abwehrreaktion gegen eigenes Gewebe ist nicht zu erwarten, und als Füllmaterial wird kein tierisches, menschliches oder synthetisches Material eingebracht. Die Abdeckung des Zahnfachs, meist eine Kollagenmembran, kann dagegen tierischen Ursprungs sein; wer das vermeiden möchte, sollte in der Praxis danach fragen. In sechs klinischen Studien, die autogenes Dentin mit der natürlichen Heilung verglichen, zeigte die Gewebeuntersuchung keine Entzündungs- oder Fremdkörperreaktionen.

    Wie läuft die Aufbereitung des Zahns ab?

    Die Aufbereitung dauert etwa eine Viertelstunde und findet in derselben Sitzung wie die Zahnentfernung statt. Der Zahn verlässt die Praxis nicht.

    1. Zahn entfernen. Der nicht erhaltungswürdige Zahn wird wie bei jeder Zahnentfernung gezogen.
    2. Zahn reinigen. Schmelz, Füllungen, Kronen, Wurzelfüllmaterial, Karies, Zahnstein und anhaftendes Weichgewebe werden vollständig entfernt. Nur das Dentin bleibt übrig.
    3. Zahn mahlen. Eine Dentinmühle, etwa der Smart Dentin Grinder oder der Tooth Transformer, zerkleinert das Dentin in wenigen Sekunden zu Partikeln von etwa 0,3 bis 1,2 Millimetern. Zu feines Material wird ausgesiebt.
    4. Partikel desinfizieren. Die Partikel liegen rund zehn Minuten in einer alkalischen Alkohollösung und werden anschließend etwa drei Minuten in einer Pufferlösung gespült.
    5. Zahnfach auffüllen. Das Dentin wird, je nach Praxis vermischt mit etwas Eigenblut, in das gereinigte Zahnfach eingebracht, mit einer Membran oder einem Kollagenvlies abgedeckt und vernäht.

    Danach heilt die Wunde wie nach jeder Zahnentfernung. Was Sie in den ersten Tagen beachten sollten, steht im Ratgeber Zahn gezogen: Wundheilung beschleunigen. In den Studien wurden Implantate meist nach etwa 16 Wochen gesetzt.

    Welche Zähne eignen sich dafür?

    Geeignet sind Zähne, die ohnehin entfernt werden müssen und genug gesundes Dentin haben. Dazu gehören zum Beispiel Weisheitszähne, stark gelockerte Zähne oder Zähne mit nicht mehr behandelbarer Wurzel.

    Eingeschränkt geeignet sind Zähne mit großen Füllungen, Kronen oder Wurzelfüllungen. Das Fremdmaterial muss restlos entfernt werden, sodass weniger Dentin übrig bleibt. Zähne mit akuter Infektion oder tiefer Karies bis in den Wurzelkanal wurden in den Studien ausgeschlossen. Ob die Menge aus einem Zahn für das eigene Zahnfach reicht, hängt von Zahn und Defekt ab. Bei Bedarf kombiniert die Praxis das Dentin mit anderem Material.

    Was zeigen Studien zum Knochenaufbau mit dem eigenen Zahn?

    Nach den bisherigen Studien (Stand Oktober 2026) erhält autogenes Dentin das Zahnfach ähnlich gut wie gängige Knochenersatzmaterialien, bei der Breite etwas besser. Ein Vorteil für den langfristigen Erfolg von Implantaten ist dagegen nicht belegt.

    Eine Metaanalyse von zehn randomisierten Studien mit 182 Teilnehmern aus dem Jahr 2023 fand mit Dentin 1,61 Millimeter weniger Breitenverlust als bei natürlicher Heilung und 1,28 Millimeter weniger als mit anderen Ersatzmaterialien. Außerdem blieb weniger Restmaterial im Knochen zurück. Die Autoren fordern größere Studien mit längerer Nachbeobachtung.

    Eine Netzwerk-Metaanalyse von 25 randomisierten Studien mit 710 Patienten aus dem Jahr 2025 kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Dentin bewahrte 1,67 Millimeter mehr Kieferkammbreite als die natürliche Heilung und 0,75 Millimeter mehr als tierisches Material. Bei der Knochenhöhe und bei der Menge neu gebildeten Knochens gab es keinen Unterschied zu den anderen Materialien. Die Verlässlichkeit der Daten stuften die Autoren als moderat bis niedrig ein.

    Eine Übersicht von 2025 über sechs Studien zum Vergleich mit der natürlichen Heilung bestätigt die Sicherheit des Materials, nennt aber die Schwächen klar: kleine Patientenzahlen, keine Studie mit niedrigem Verzerrungsrisiko und eine Nachbeobachtung von meist 16 Wochen. Die Unterschiede liegen im Bereich von Millimetern. Ob dadurch später seltener ein zusätzlicher Knochenaufbau nötig wird oder Implantate länger halten, haben die Studien nicht untersucht.

    Welche Risiken und Grenzen hat das Verfahren?

    Das Auffüllen des Zahnfachs ist ein kleiner chirurgischer Eingriff mit den üblichen Risiken einer Zahnentfernung: Nachblutung, Schwellung, Schmerzen, Wundheilungsstörung oder Infektion. Dass das Material aus dem eigenen Körper stammt, ändert daran nichts.

    Zwei Punkte sind besonders für Dentin wichtig. Erstens muss alles Fremdmaterial vom Zahn entfernt werden; Reste von Füllungen oder Wurzelfüllmaterial können Fremdkörperreaktionen auslösen. Zweitens wird Dentin nicht einfach zu Knochen. Neuer Knochen wächst um die Partikel herum, ein Teil der Partikel bleibt lange nachweisbar. Wie sich das über viele Jahre verhält, ist nicht untersucht.

    Für größere Knochendefekte, etwa einen deutlichen Abbau in Breite und Höhe, wird Dentin in Fallberichten auch in Blockform eingesetzt. Dafür gibt es weniger Daten als für das Zahnfach. Ob Dentin in Ihrem Fall ausreicht oder ein anderer Aufbau nötig ist, entscheidet die Praxis anhand des Befunds. Allgemeine Risikofaktoren für die Wundheilung wie Rauchen, bestimmte Medikamente oder eine schlecht eingestellte Zuckerkrankheit sollten Sie vorher ansprechen.

    Was kostet der Knochenaufbau mit dem eigenen Zahn, und zahlt die Krankenkasse?

    Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt das Auffüllen des Zahnfachs in der Regel nicht. Die Leistung wird privat nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) berechnet.

    Hintergrund: Das Auffüllen des Zahnfachs gehört nicht zum Leistungskatalog der Kassen, und implantologische Leistungen sind nach § 28 Absatz 2 SGB V nur bei seltenen Ausnahmeindikationen Kassenleistung. Weil die GOZ keine eigene Position für das Auffüllen kennt, rechnen Praxen die Leistung analog nach § 6 Absatz 1 GOZ zuzüglich Materialkosten ab. Was eine Analogberechnung ist, erklärt das Merkblatt der Bundeszahnärztekammer.

    Eine verlässliche allgemeine Preisangabe ist nicht möglich. Der Betrag setzt sich aus dem Eingriff, der Aufbereitung des Zahns, dem Einwegmaterial der Dentinmühle, einer Membran und den Nachkontrollen zusammen. Was entfällt, ist der Kauf von tierischem oder synthetischem Ersatzmaterial. Ob das unter dem Strich günstiger ist, hängt von der Praxis ab.

    Weiß die Praxis, dass die Kasse die Kosten nicht übernimmt, muss sie Sie nach § 630c Absatz 3 BGB vor der Behandlung in Textform über die voraussichtlichen Kosten informieren. Bestehen Sie auf dieser Aufstellung und reichen Sie sie bei einer privaten Krankenversicherung oder Zahnzusatzversicherung vor der Behandlung ein. Eine Analogberechnung allein begründet keinen Erstattungsanspruch. Wie die Kosten für das spätere Implantat einzuordnen sind, zeigt der Ratgeber Was kostet ein Zahnimplantat.

    Ob das Verfahren für Sie infrage kommt, lässt sich nur am Zahn und am Röntgenbild klären. In der Zahnarztsuche finden Sie Praxen mit dem Fachgebiet Implantologie; Krankenkasse und gewünschte Behandlung lassen sich direkt bei der Terminanfrage angeben.

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    Welche Fragen sollten Sie Ihrer Praxis stellen?

    Eine gute Beratung verbindet die Empfehlung mit Ihrem Befund. Diese Fragen helfen dabei:

    • Ist an dieser Stelle ein Implantat geplant, und wie dünn ist die äußere Knochenwand?
    • Eignet sich mein Zahn, oder enthält er zu viel Füllungs- oder Wurzelfüllmaterial?
    • Reicht das Material aus einem Zahn, oder wird zusätzlich anderes Material gebraucht?
    • Mit welcher Membran oder Abdeckung arbeiten Sie, und muss sie entfernt werden?
    • Wann wird das Implantat gesetzt, und wie wird die Heilung kontrolliert?
    • Was kostet die Leistung insgesamt, und welche Positionen stehen auf der Rechnung?

    Sie müssen sich nicht allein wegen des Begriffs „körpereigen“ für das Verfahren entscheiden. Lassen Sie sich erklären, wie groß der erwartete Vorteil in Ihrem Fall ist und welche Unsicherheiten bleiben.

    Häufige Fragen

    Ist eine Socket Preservation nach jeder Zahnentfernung nötig?

    Nein. Ohne weitere Planung heilt ein Zahnfach meist von allein aus, auch wenn dabei Knochen verloren geht. Sinnvoll ist das Auffüllen vor allem, wenn an dieser Stelle ein Implantat geplant ist, im sichtbaren Frontzahnbereich oder wenn die äußere Knochenwand sehr dünn ist. Ob das bei Ihnen zutrifft, zeigt die Planung in der Praxis.

    Wie lange dauert es, bis nach dem Auffüllen ein Implantat gesetzt werden kann?

    In den Studien zu autogenem Dentin wurden die Implantate meist nach etwa 16 Wochen gesetzt. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Größe des Defekts und von der Heilung ab und wird in der Praxis anhand einer Röntgenaufnahme festgelegt. Bei größeren Defekten kann die Wartezeit länger sein.

    Wird der gemahlene Zahn vollständig zu Knochen?

    Nicht vollständig und nicht schnell. Neuer Knochen wächst um die Dentinpartikel herum und verbindet sich mit ihnen. Ein Teil der Partikel bleibt lange im Knochen nachweisbar, ähnlich wie bei tierischem Ersatzmaterial. Wie sich das über mehrere Jahre verhält, haben die bisherigen Studien nicht untersucht.

    Kann auch ein wurzelbehandelter Zahn verwendet werden?

    Nur eingeschränkt. Wurzelfüllmaterial, Füllungen und Kronen müssen vor dem Mahlen vollständig entfernt werden, sodass weniger brauchbares Dentin übrig bleibt. Zähne mit akuter Entzündung oder tiefer Karies bis in den Wurzelkanal wurden in den Studien ausgeschlossen. Ob Ihr Zahn geeignet ist, entscheidet die Praxis am Zahn selbst.

    Ist das dasselbe wie die Socket-Shield-Technik?

    Nein. Bei der Socket-Shield-Technik bleibt eine dünne Scheibe der Zahnwurzel an der Wangenseite im Kiefer stehen, und das Implantat wird dahinter gesetzt. Beim Knochenersatz aus dem eigenen Zahn wird der Zahn vollständig entfernt, gereinigt, gemahlen und als Partikel zurückgegeben. Beide Verfahren nutzen Zahnsubstanz, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.

    Zahlt die gesetzliche Krankenkasse das Auffüllen des Zahnfachs?

    In der Regel nicht. Das Auffüllen des Zahnfachs ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und wird privat nach der Gebührenordnung für Zahnärzte berechnet. Implantate selbst übernimmt die Kasse nur bei seltenen Ausnahmeindikationen. Lassen Sie sich die voraussichtlichen Kosten vor der Behandlung schriftlich geben.

    Was ist der Unterschied zu tierischem Knochenersatzmaterial?

    Tierisches Material stammt meist vom Rind oder Schwein und wird industriell aufbereitet. Dentin stammt aus Ihrem eigenen Zahn. In den Metaanalysen blieb mit Dentin etwas mehr Knochenbreite erhalten als mit tierischem Material, die Höhe war vergleichbar, und es blieb weniger Restmaterial im Knochen zurück.

    Verlängert die Aufbereitung des Zahns den Eingriff?

    Um etwa eine Viertelstunde. Der Zahn wird außerhalb des Mundes gereinigt, gemahlen und desinfiziert, während Sie im Behandlungsstuhl warten. Die Zahnentfernung und das Auffüllen laufen unter örtlicher Betäubung wie bei jeder Socket Preservation. Fragen Sie vorab, ob die Praxis eine Dentinmühle im Haus hat.

    Können Bakterien aus dem Zahn in die Wunde gelangen?

    Die Dentinpartikel werden nach dem Mahlen in einer alkalischen Alkohollösung gereinigt und anschließend gespült. In den ausgewerteten Studien traten keine Entzündungs- oder Fremdkörperreaktionen auf. Zähne mit akuter Infektion werden für das Verfahren nicht verwendet; ob Ihr Zahn infrage kommt, prüft die Praxis vor der Entfernung.

    Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine individuelle zahnärztliche Beratung.

    Dr. Lukas Bündgen, Fachzahnarzt für Oralchirurgie in Freiburg im Breisgau

    Über den Autor

    – Fachzahnarzt für Oralchirurgie in Freiburg im Breisgau

    Dr. Lukas Bündgen ist Fachzahnarzt für Oralchirurgie und leitet die Zahnarztpraxis Dr. Bündgen in der Schwimmbadstraße 46 in Freiburg im Breisgau. Zum Leistungsspektrum der Praxis gehören Zahnimplantate und oralchirurgische Eingriffe. Seine Praxis ist DentNet-Partnerpraxis.

    Zum Praxisprofil von Dr. Lukas Bündgen · Zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 2026 · Studienstand: Oktober 2026 (Metaanalysen 2023 und 2025, Übersicht 2025) · Rechtsstand: 7. Oktober 2026 (SGB V, GOZ, BGB)

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