Haben Gene einen Einfluss auf die Gesundheit unserer Zähne?

Das Risiko, im Verlauf seines Lebens mit Zahnproblemen zu tun zu haben, kann wie die Augenfarbe oder der Körperbau auch genetisch durch Vererbung bedingt sein.

Das bedeutet, dass Sie trotz intensiver Zahnhygiene nicht unbedingt tadellose Zähne besitzen müssen. Wenn Ihnen innerhalb Ihrer Familie Fälle von Karies, Paradontitis oder Mundkrebs bekannt sind  und Sie wissen, dass der frühzeitige Verlust von Zähnen in Ihrem Stammbaum eine Geschichte hat, dann sollte Sie ein erhöhtes Augenmerk auf Ihre Zahngesundheit haben. Allein durch Vererbung können krankhafte Zähne in Ihrer Familie eine Tradition besitzen. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass sich Lebensgewohnheiten innerhalb einer Familie etablieren können und die Gewohnheiten von Eltern wie z. B. mangelhafte Zahnhygiene oder Fettleibigkeit bzw. zu hoher Zuckerkonsum auf die Kinder abfärben kann. Dies hat dann wiederum nichts mit den Genen zu tun.

Die folgenden fünf Erkrankungen können erbbedingt ausgelöst werden:

1. Zahnfleischerkrankungen

Etwa 30 Prozent der Bevölkerung haben eine genetische Vorbelastung für Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis. Charakteristisch ist ein sehr empfindliches und zu Entzündungen neigendes Zahnfleisch, das unbehandelt zum Verfall und später Verlust von Zähnen und Knochen führen kann. Eine Früherkennung und schnelle Behandlung sind hier essentiell.

Sollte dieses Problem in Ihrer Familie häufig auftauchen, so teilen Sie dies bitte unbedingt Ihrem Zahnarzt mit.

2. Zahnverfall

Haben Sie häufig mit Löchern in den Zähnen zu tun? Hierfür könnten Ihre Vorfahren verantwortlich sein. Bestimmte Varianten des Gens Beta-Defensin 1 (DEFB1) stehen in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für Zahnhohlräume in bleibenden Zähnen.

Wenn bei Ihren Kindern ein hohes Risiko für Karies besteht, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt über Versiegelungs- und Fluoridbehandlungen. Für Erwachsene mit einem hohen Kariesrisiko können verschreibungspflichtige Zahnpasten oder Mundspülungen helfen. Stellen Sie auf jeden Fall regelmäßige Zahnarztbesuche für Vorsorgeuntersuchung und Zahnreinigung sicher. Unbehandelt kann Karies Zahnfleischerkrankungen verschlimmern und schließlich zu Zahnverlust führen.

3. Mundkrebs

Über diese Krebserkrankung wird seltener gesprochen, sie ist jedoch genauso ernst zu nehmen und gefährlich wie andere. Auch wenn ein unsolider Lebensstil wie hoher Tabak- und Alkoholkonsum der Hauptrisikofaktor für Mundkrebs ist, so kann auch die Genetik eine Rolle spielen. Es wurde festgestellt, dass Menschen mit bestimmten genetischen Markern ein höheres Risiko haben, an der Krankheit zu erkranken.

Mit einem ausgewogenen Lebensstil können Sie Ihr Risiko, an Mundkrebs zu erkranken, senken. Dazu gehören der möglichst völlige Verzicht auf Nikotin, eine Reduktion des Alkoholgenusses und eine gesunde Ernährung.

4. Zahnfehlstellungen

Wenn Sie eine Zahnspange benötigen, dann sind Sie höchstwahrscheinlich nicht der einzige in Ihrer Familie. Genetik spielt eine wichtige Rolle bei der Größe Ihres Kiefers, die zu Lücken, Überfüllung, Über- und Unterbiss führen kann.

Wenn Zahnfehlstellungen ein häufiges Problem in Ihrer Familie sind, so sollten sie möglichst schnell einen Kieferorthopäden für Ihr Kind aufsuchen. Eine frühe kieferorthopädische Behandlung kann gerade für junge Patienten von Vorteil sein, da sich Knochen und Zähne noch in der Entwicklung befinden und ernstere Probleme vermieden werden können.

5. Lippen- oder Gaumenspalte

Ein häufiger Geburtsfehler, eine Lippenspalte (Hasenscharte) oder ein Gaumenspalt (Wolfsrachen), tritt auf, wenn der linke und rechte Teil der Oberlippe und des Oberkiefers nicht vollständig miteinander verschmelzen. Genetik kann ein Faktor sein: Babys asiatischer, lateinamerikanischer und indianischer Abstammung werden am ehesten mit einer Spalte geboren ebenso wie Kinder, deren Eltern selbst Lippen- oder Gaumenspalten hatten.

 

 


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