Sie ist umfangreicher als bei anderen Therapien und braucht zeitlichen Vorlauf, weil Wunden abheilen müssen.
Dazu gehören üblicherweise:
- Entfernung aller nicht sicher erhaltungswürdigen Zähne im Bestrahlungsgebiet
- Behandlung von Karies und undichten Füllungen
- Behandlung von Entzündungen im Zahnhalteapparat
- Glätten scharfer Knochenkanten nach Extraktionen
- Anpassung oder vorübergehendes Aussetzen von Prothesen
- Anfertigung individueller Fluoridierungsschienen
- Einweisung in die intensive häusliche Mundhygiene
Die Beurteilung, welcher Zahn erhaltungswürdig ist, fällt hier strenger aus als sonst. Ein Zahn, den man unter normalen Umständen mit einer Wurzelbehandlung retten würde, wird vor einer Bestrahlung eher entfernt — weil eine spätere Extraktion ungleich riskanter wäre.
Das kann sich hart anfühlen. Es ist die Abwägung zwischen einem Zahn heute und einer Osteoradionekrose später. Lassen Sie sich die Entscheidung für jeden einzelnen Zahn erklären — Sie haben ein Recht darauf, die Gründe zu verstehen, bevor der Eingriff erfolgt. Was eine umfassende Sanierung umfasst, steht unter Zahnsanierung; zum Eingriff selbst siehe Zahnextraktion.
Sprechen Sie das Thema früh an, sobald eine Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich im Raum steht. Der zeitliche Vorlauf ist entscheidend, und er wird in der Behandlungsplanung nicht immer automatisch mitgedacht.