Bei Osteoporose überwiegt der Knochenabbau den Knochenaufbau. Die Knochendichte nimmt ab, die innere Struktur wird poröser. Das betrifft nicht nur Wirbelsäule und Hüfte, sondern auch den Kieferknochen.
Für den Mund hat das mehrere Konsequenzen.
Der Zahnhalteapparat kann geschwächt sein. Zähne stehen in einem Knochenfach, das sie hält. Verliert dieser Knochen an Substanz, kann die Verankerung leiden.
Eine bestehende Parodontitis wirkt stärker. Die Entzündung des Zahnhalteapparats baut ohnehin Knochen ab. Trifft sie auf einen bereits geschwächten Knochen, kann der Verlauf ungünstiger sein. Grundlagen unter Parodontitis.
Prothesen sitzen schlechter. Der zahnlose Kieferkamm bildet sich mit den Jahren ohnehin zurück, weil die Kaubelastung fehlt. Bei Osteoporose kann dieser Vorgang schneller ablaufen — die Prothese, die vor drei Jahren passte, wackelt heute.
Wichtig zur Einordnung: Osteoporose führt nicht automatisch zu Zahnverlust. Sie ist ein Faktor unter mehreren, und die größten Hebel bleiben Mundhygiene und regelmäßige Kontrolle.