Zytostatika greifen Zellen an, die sich schnell teilen. So wirken sie gegen Tumorzellen, sie treffen aber auch gesundes Gewebe mit hoher Zellteilungsrate. Die Mundschleimhaut gehört deshalb zu den empfindlicheren Bereichen.
Die Folge ist eine orale Mukositis: Die Schleimhaut wird dünner und rötet sich, es entstehen wunde Stellen bis hin zu offenen Geschwüren.
Dazu kommen zwei weitere Effekte. Zum einen wird der Mund trocken, weil die Speicheldrüsen weniger Speichel bilden. Speichel spült den Mund, neutralisiert Säuren und enthält antibakterielle Bestandteile. Fehlt er, steigt das Risiko für Karies und Entzündungen. Mehr dazu steht im Beitrag zur Mundtrockenheit.
Zum anderen ist die Immunabwehr während der Therapie geschwächt. Infektionen im Mund treten dann leichter auf, darunter auch Pilzinfektionen, die der Beitrag „Pilzinfektion im Mund“ beschreibt.