Mehrere Mechanismen wirken zusammen, und sie greifen ineinander.
Die Abwehr arbeitet schlechter. Bei erhöhtem Blutzucker sind die Immunzellen weniger schlagkräftig. Bakterien in den Zahnfleischtaschen haben es leichter.
Die Heilung verzögert sich. Wundheilung und Gewebeneubildung laufen langsamer ab — auch nach zahnärztlichen Eingriffen.
Die kleinen Gefäße leiden. Der Blutzucker schädigt über die Jahre die feinen Blutgefäße. Das betrifft die Netzhaut und die Nieren, aber eben auch das Zahnfleisch, das dadurch schlechter versorgt wird.
Der Mund wird trockener. Viele Menschen mit Diabetes haben weniger Speichel. Speichel spült, neutralisiert Säuren und enthält antibakterielle Bestandteile — fehlt er, steigt das Risiko für Karies und Entzündungen. Mehr dazu unter Mundtrockenheit.
Hinzu kommt eine höhere Anfälligkeit für Pilzinfektionen im Mund, weil ein zuckerreiches Milieu Hefepilzen entgegenkommt — siehe Pilzinfektion im Mund.