Zahnfleischtaschen - Ratgeber: Wie entstehen sie?✅ Was kann man gegen sie tun?✅ Alles, was Sie wissen müssen ➤ Hier weiterlesen!

Zahnfleischtaschen – Gründe & Behandlung – Unser Ratgeber

In einem gesunden Mund liegt das Zahnfleisch eng an den Zähnen an. Der Abstand zwischen dem Zahnfleischgewebe und dem Punkt, an dem es fest am Zahn sitzt, ist nur 2 bis 3 Millimeter groß. Ist er größer, so spricht man von Zahnfleischtaschen. Diese sind für Laien nicht direkt erkennbar, stellen unbehandelt jedoch ein Risiko für Parodontitis dar.

Wir erklären in unserem Ratgeber, warum Zahnfleischtaschen entstehen, wie sie erkannt und wie sie behandelt werden.

Was sind Zahnfleischtaschen?

Das Zahnfleisch schützt den Zahnhals und liegt normalerweise eng am Zahn an. Man spricht dann von Zahnfleischtaschen, wenn es sich ablöst, sodass zwischen Zahnfleisch und Zahn ein Zwischenraum – also eine Art „Tasche“ - entsteht. Zum Risiko wird eine Zahnfleischtasche dann, wenn sie mehr als 3,5 Millimeter tief ist, aber auch bei einer geringeren Tiefe ist eine regelmäßige Überprüfung durch den Zahnarzt empfehlenswert.

Wie entstehen Zahnfleischtaschen?

Bakterien im Mund bilden ständig einen Plaquefilm auf den Zähnen, insbesondere im Bereich des Zahnfleischs. Werden die Bakterien nicht entfernt, verursachen sie  Entzündungen im Zahnfleischgewebe (auch Gingivitis genannt). Diese Entzündungen sorgen dafür, dass sich das Zahnfleisch von den Zähnen zurückzieht und immer tiefer werdende Zahnfleischtaschen entstehen.

Was ist Parodontitis? Der Zusammenhang zwischen Zahnfleischtaschen und Parodontose

Sind Zahnfleischtaschen besonders tief und die Entzündungen sehr hartnäckig, kann sich bei ausbleibender Behandlung eine Parodontitis entwickeln.

Die Zahnfleischtaschen werden größer, da der Körper das durch die Entzündung beschädigte Gewebe abtransportiert. Der so entstandene Raum zwischen Zahnfleischgewebe und Zahn bietet Bakterien noch mehr Angriffsfläche, sodass sich die Infektion auch auf den Zahnhalteapparat ausbreiten kann.

Einmal eingetreten ist Parodontitis chronisch und kann ohne entsprechende Behandlung zum Zahnverlust führen.

Woran erkennt man Zahnfleischtaschen? – Die Symptome auf einen Blick

Für Laien ist es schwer, Zahnfleischtaschen und erste Anzeichen von Parodontitis sicher zu erkennen. Erste Entzündungen bleiben oft unbemerkt. Aufschluss über Vorhandensein und Tiefe der Taschen gibt nur der Besuch beim Zahnarzt.

Erste Anzeichen für Zahnfleischen sind:

 

  • gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleischbluten
  • Zahnstein
  • Mundgeruch 
  • spürbare/sichtbare Entzündung

Was tun bei Zahnfleischtaschen? So vermeiden Sie Parodontitis

Mit den folgenden Tipps sorgen Sie dafür, dass Zahnfleischtaschen rechtzeitig behandelt werden:

 

  • regelmäßiges Zähneputzen (mind. 2 Mal pro Tag) sowie Reinigung der Zwischenräume mit Interdentalbürsten und Zahnseide
  • regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt (zweimal im Jahr)
  • Rauchen begünstigt Entzündungen und damit auch Parodontitis
  • professionelle Zahnreinigung, um Plaque-Ablagerungen und Zahnstein gründlich zu entfernen
  • Sind Zahnfleischtaschen entstanden, so werden auch diese regelmäßig gereinigt, um einer Parodontitis vorzubeugen

Unser Fazit:

Zahnfleischtaschen lassen sich nicht nur vermeiden, sondern zu Anfang auch behandeln. Sorgen Sie mit regelmäßigen Zahnarztbesuchen und gründlicher Zahnhygiene dafür, dass sich die schädlichen Zwischenräume zwischen Zahnfleischgewebe und Zahn erst gar nicht bilden.