Wurzelkanalbehandlung oder Implantat?✅ Was sind die Vorteile?✅ Alle Infos in unserem Ratgeber ➤ Hier informieren!

Wurzelkanalbehandlung oder direkt das Implantat? Das sind die Unterschiede

Sowohl eine Wurzelkanaltherapie als auch ein Implantat sind zwei medizinisch anspruchsvolle Behandlungen. Welches ist die bessere Lösung? Sollte auf jeden Fall der vorhandene Zahn gerettet werden oder ist es sinnvoll gleich auf eine Implantatversorgung zu setzen?

Welche der beiden Behandlungsmethoden liefert die langlebigeren Ergebnisse?

Eine Wurzelkanaltherapie und eine Zahnimplantation können theoretisch die gleiche Anzahl an Jahren im Mund verbleiben. Das bedeutet im Idealfall, dass beide 15 bis 20 Jahre, wenn nicht länger, halten. Wenn ein Wurzelkanal behandelter Zahn ausfällt, kann immer noch ein Implantat eingesetzt werden. Wenn jedoch ein Implantat ausfällt, hat jedes neu platzierte Implantat eine geringere Erfolgsrate. Nichts ist für immer. Theoretisch haben Sie mehr Zeit mit einer Wurzelbehandlung, bevor die Entscheidung für ein Implanatat ansteht. Der betroffene Zahn kann länger erhalten, behandelt und gepflegt werden.

Welche der beiden Behandlungsmethoden hat höhere Erfolgschancen?

Laut Statistik sind beide Behandlungsmethoden von der Erfolgsquote gleich zu bewerten. Ja, aber nur vielleicht. Wenn alle Studien kritisch analysiert werden, kann man ein Muster erkennen. Bei der Wurzelkanalbehandlung wird klar zwischen Erfolg (keine Beschwerden) und Misserfolg (Anzeichen von Beschwerden) unterschieden. Bei Zahnimplantaten wird „Erfolg“ (Retention des Implantats ohne Beschwerden) oft mit „Retention“ verwechselt – d. h. das Implantat kann sich trotz Beschwerden immer noch im Mund befinden, was nicht zum Erfolg führt. Oft wird dieser kleine Unterschied benutzt, um Implantate attraktiver zu machen. Was Sie im Internet lesen können, kann daher irreführend sein. Der Erfolg des Implantats kann auch von vielen Faktoren abhängen. Beispielsweise vom Ort des Implantats, der Knochenqualität, dem Immunsystem, dem Zustand des Zahnfleisches, der Rauchergeschichte und den eingenommenen Medikamenten. Die Wurzelbehandlung ist erheblich verzeihender, und es gibt nur wenige Faktoren, die dagegen sprechen. Das Alter für Implantate ist ebenfalls kritisch. Der menschliche Körper kann bis zum Alter von 25 Jahren weiter wachsen – wenn nicht länger. Ein Implantat, das in einem wachsenden Individuum platziert wird, kann im späteren Leben ein beeinträchtigtes kosmetisches Erscheinungsbild haben, wenn es zu einem weiteren Kieferwachstum kommt. Dadurch kann es schwieriger sein, ein Zahnimplantat wie einen echten Zahn „natürlich“ aussehen zu lassen.

Ist die Implantat-Technologie als modernere Behandlungsmethode auch gleichzeitig die Bessere?

Nicht unbedingt. Neu ist nicht immer besser. Da die Wurzelbehandlung seit dem 18. Jahrhundert praktiziert wird, handelt es sich um eine der am gründlichsten erforschten Behandlungen in der Zahnheilkunde. Die Implantat-Technologie gibt es erst seit dem späten zwanzigsten Jahrhundert. Diese Technologie wird immer noch weiterentwickelt, sobald längerfristige Daten verfügbar werden.

Sind die Kosten für ein Implantat dieselben wie bei der Wurzelkanaltherapie?

Nein. Die Kosten für die Wurzelkanalbehandlung sind oftmals halb so hoch wie bei einer Zahnextraktion in Kombination mit einem Implantat. Sie können jedoch annähernd gleich sein, wenn ein hinterer Zahn behandelt wird, da solche Zähne zum Schutz der Struktur auch Kronen benötigen.

Die Wurzelkanalbehandlung ist fehlgeschlagen. Habe ich die richtige Entscheidung getroffen?

Nur weil ein Zahn ausgefallen ist, heißt das nicht, dass alle Wurzelbehandlungen fehlschlagen. Das Ergebnis ist zum Teil vom Wissen und Können des Behandlers abhängig. Auch unterschiedliche Zähne in demselben Kiefer können zu unterschiedlichen Ergebnissen führen – je nach Ort, Größe der Füllung und Ausmaß der Infektion.

Fazit:

Die Wurzelkanaltherapie und die Zahnimplantation sind zwei medizinisch sehr anspruchsvolle Behandlungen, die nicht immer das zufriedenstellende Ergebnis liefern. Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Insgesamt ist das Argument, dass nach fehlgeschlagener Wurzelkanalbehandlung jedoch das Setzen eines Implantates noch möglich ist nicht wegzudiskutieren. Ein missglückter Versuch ein Implantat zu setzen, lässt in den meisten Fällen die Erfolgsquote auf eine Wiederholung stark sinken. Deshalb gilt auch hier: Den vorhandenen Zahn so lange wie es nur geht zu behandeln und versuchen diesen zu retten.

Lesen Sie auch unsere datailierte Darstellung zu den beiden Themen in unserem DentNet - Ratgeber unter "Wurzelkanalbehandlung - Das sollten Sie zur Endodontologie wissen" und "Zahnimplantate - midizinische Notwendigkeit, Risiken und Kosten"